Rückzug als Co-Sprecher der AG Klima und Energie
Am 4. August 2021 bewarb ich mich um das Amt des AG-Sprechers, nachdem ich einige Monate dabei war und sich der damalige Sprecher zurückzog. Ich war noch relativ neu bei den Leipziger Grünen, die Treffen fanden langsam wieder live statt nach den Einschränkungen durch Corona. Wir trafen uns im Grünen Raum am Kanal und ich wurde als einer von drei Co-Sprecher:innen gewählt. Ziemlich genau vier Jahre später saß ich mit ganz anderen Menschen im gleichen Raum und moderierte die Wahl der neuen Co-Sprecher:innen.
Die Hauptaufgabe in diesen vier Jahren war die Organisation der monatlichen Treffen, das Schaffen einer Kontinuität. Man fragt die Räumlichkeiten an, organisiert das Abholen des Schlüssels, setzt eine Agenda, schickt Einladungs-Mails, zeigt Präsenz bei den Mitglieder-Versammlungen und kann mitwirken beim Formulieren von Anfragen und Anträgen an den Stadtrat.
Beim Kommunalwahlkampf 2024 konnten wir auch weitestgehend die entsprechenden Kapitel im Kommunal-Wahlprogramm formulieren. Beim vorherigen Kommunalwahlkampf gab es die AG noch gar nicht, die Themen tauchten im Kapitel Wirtschaft mit auf. Nun gab es mit Leipzig klimaneutral bis 2038: Kommunale Energiewende vorantreiben ein eigenes Kapitel an zweiter Stelle im Programm.
Meine erste Bewährungsprobe als Co-Sprecher war dann eine Rede auf der Mitgliederversammlung am 25.04.2025 zum Energieberg Seehausen. Die Stadt plante auf dem Hügel einer ehemaligen Mülldeponie die Errichtung einer großen Freiflächen-PV-Anlage, an sich ein Unterfangen, das im Sinne der Grünen sein müsste. Jedoch standen da auch Bäume, so dass wir einen innerparteilichen Konflikt mit den Naturschützern hatten. Mir fiel dabei die Rolle zu, für die Errichtung der PV-Anlage zu sprechen. Ich war sehr aufgeregt vorher und stellte mir immer wieder vor, was ich sagen würde. Bei der Versammlung ging das Ganze dann relativ schnell über die Bühne und wir fanden einen Kompromiss.
Wenn ich ein Fazit ziehen darf, dann ist es vor allem das der Kontinuität und Professionalität. Das gelingt bei Weitem nicht allen Arbeitsgemeinschaften, von denen einige auch schrumpfen und untergehen. Aber die AG Klima & Energie hat ihren festen Stamm an Mitgliedern und wirkt engagiert mit bei Anträgen und Veranstaltungen.