Mathias Wellner

Goslar mit Kaiserpfalz und Gose

Brunnenfigur

Im Anschluss ans Familientreffen besuchten wir noch Goslar, Heimat der Bierspezialität Gose und dann gibt es auch noch die Kaiserpfalz.

Kaiserpfalz

Im Mittelalter hatten die deutschen Könige und Kaiser keinen festen Sitz, stattdessen zogen sie umher (Reisekönigtum). Ursprünglich hatte das den Grund, dass die Landwirtschaft noch nicht so ertragreich war, den Hofstaat an einem Ort zu ernähren. Zudem war die Herrschaft über die lokalen Herzoge eher lose, so dass die unmittelbare Präsenz notwendig war, um Macht effektiv auszuüben. In Goslar gab es nun so eine Kaiserpfalz, die von den Kaisern mehr oder weniger oft besucht wurde. Besonders Heinrich III. besuchte Goslar gern und oft, sein Herz wurde dort bestattet.

Die heutige Form wurde dem Gebäude dann durch die preußischen Kaiser im 19. Jahrhundert gegeben, die sich auf die alte Tradition beriefen und gigantische Wandgemälde anfertigen ließen. Dort sieht man dann eine Mischung aus Märchen, Sagen und wichtigen Kaiser-Momenten in der Geschichte, natürlich beauftragt und freigegeben vom Preußischen Kulturministerium.

Moderne Orgel

Die Innenstadt von Goslar ist wunderschön mit vielen alten Fachwerkhäusern und dem kleinen Gose-Flüsschen, das munter durch die Stadt plätschert. Eine Besonderheit war dann die Orgel in der Marktkirche, die sehr modern gehalten ist.

Ein Wort noch zur Gose, einer Bierspezialität, die aus Goslar kommt. Im Brauhaus am Markt konnte ich eine helle Gose probieren. Sie war dort eher mild und malzig, nicht zu vergleichen mit der Leipziger Ritterguts-Gose, die deutlich mehr nach Milchsäure schmeckt.

Wir mochten Goslar sehr und werden sicher mal wiederkommen.