Poetry Slam in der Musikalischen Komödie
Gleich beim Reinkommen winkten uns die Berge, die Bühne war bereits für Im weißen Rössl vorbereitet. Eine Band aus Pianist, Saxophonist, Schlagzeuger und Kontrabassist spielte munter vor sich hin, während das eher jüngere Publikum die Plätze suchte.
Der Abend bestand aus einer Vorrunde, in der alle vier Poetry Slammer einen Text vortrugen. Eine Publikumsjury vergab dafür Punkte, so dass am Ende eine Reihenfolge feststand und zwei Künstler im Finale gegeineinander antraten. Rund um diese Darbietungen unterhielt der Moderator das Publikum und es gab auch einen Ausschnitt aus der Produktion Strangers in the Night, um auf die Premiere im Juni hinzuweisen.
Mir gefiel der erste Slammer am besten, ein Mann mit türkischen Wurzeln aus Nordrhein-Westfalen. Sein Thema war Rassismus, aber auf eine selbstironische Art, die mir sehr gefiel. Leider konnte er sich nicht fürs Finale qualifizieren, da hatten die beiden Damen die Nase vorn. Eine sprach über Wechseljahre, was ich auch sehr gelungen fand, die andere thematisierte Armut und soziale Ungleichheit.