Ich, treu, suche in Mühlhofen

Nach langer Sommerpause spielen wir Ich, treu, suche noch einige wenige Male. Gestern war der erste Auftritt, im süddeutschen Mühlhofen nahe am Bodensee besuchten wir die Alte Fabrik. Wobei das Gebäude eher an eine alte Residenz erinnerte, im Erdgeschoss befand sich ein Restaurant, oben im ersten Stock dann der riesige Theatersaal. Mit Polsterstühlen und -sesseln, Gemälden, alten Büchern, Teppichen und Gardinen entstand eine sehr angenehme Raumatmosphäre. Selbst in der Künstlergarderobe war das der Fall, blaue Sessel, eine Kerze auf dem Tisch, zwei Bierflaschen auf dem Tisch – so lässt es sich vorbereiten. Weiterlesen →

halbkontakt@BöserMontag

Der perfekte Abend, zehn Minuten für die Ewigkeit beim Bösen Montag. Ausverkauftes Hechtplatztheater, 250 Leute haben Geld ausgegeben, um unterhalten zu werden. Wir stehen hinter dem Seitenvorhang, die letzten Sekunden ticken herunter. Es ist dieser intensive Moment, wo alles unklar ist, das Publikum darf uns auch von der Bühne jagen, so will es das Konzept. Und sie haben von diesem Recht bereits Gebrauch gemacht, der Mann mit der Lesung wirkte etwas geschafft nach seinem Auftritt. Weiterlesen →

halbkontakt@ErzählnachtEglisau

Eglisau ist eine kleine Stadt am Rhein im Norden von Zürich. Und da wir im März ganz in der Nähe eine Aufführung planen (Cafe Rorboz in Rorbas), nutzten wir die Gelegenheit, mit drei kurzen Szenen unserer aktuellen Produktion an der Erzählnacht teilzunehmen. Diese findet einmal pro Jahr statt, ungefähr ein Dutzend Teilnehmer lesen oder erzählen etwas, in zehn Minuten. Mit unserem Theaterstück fielen wir da schon etwas aus dem Rahmen, mit unserem Hochdeutsch sowieso. Weiterlesen →

Grundkurs Stanislawski-Strasberg, 3. Lektion

Aufwärmen In nunmehr fast schon gewohnter Manier gingen wir an die Vorbereitung, mit körperlicher Aufwärmung, Zazen-Meditation und Sinneserinnerung. Aber es fiel mir nie so schwer wie heute. Zum einen war ich erkältet, was mein Körpergefühl stark veränderte und meine Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigte. Mein Kopf fühlte sich verspannt und schwer an, das ging auch durch die Aufwärmung nicht weg. Und außerdem konnten es zwei Teilnehmer nicht lassen, unentwegt zu lachen. Sie waren direkt neben mir, immer wieder brach ein Lachen hervor. Weiterlesen →

Idee für Kurzszene

Es soll eine vorbereitete Theater-Kurzszene für eine Person werden, ungefähr zwei Minuten lang. Ich darf sprechen, aber handeln und fühlen sind wichtiger. Es soll schließlich keine Kabarett-Nummer werden. Nachdem ich am letzten Mittwoch eine wenig plausible Handlung gewählt hatte, soll mein Auftritt diesmal glaubwürdig und mitreißend zugleich sein. Im Laufe der letzten Tage dachte ich immer wieder an diesen Auftritt. Nach und nach setzten sich die einzelnen Handlungselemente zusammen, es fielen mir immer bessere Begründungen für meine Tätigkeiten ein. Weiterlesen →