Mathias Wellner

Hundetraining mit Tomka

Nach einer reichlichen Woche konsultierten wir eine Hundetrainerin, um das Gassigehen mit Tomka zu verbessern, unserer 5jährigen Tierheim-Hündin. Denn ihr Verhalten draußen war unser Hauptproblem, in der Wohnung verhält sie sich schon ziemlich gut und entspannt.

Ganz anders sieht es draußen aus, sie ist sehr aufgeregt, schnuppert an allen Ecken, rennt kreuz und quer und würde auf andere Hunde am liebsten losspringen. Ein entspanntes Spazierengehen ist das jedenfalls nicht, im Grunde bestimmt der Hund, wo es lang geht. Wir waren da ein wenig ratlos, probierten das eine oder andere aus, aber ohne Erfolg.

Deshalb konsultierten wir eine Trainerin aus der Umgebung. Und ihr Haupttipp an dieser Stelle war sehr einfach. Ich sollte die Leine sehr kurz nehmen und mehrmals um die Hand wickeln. Damit war der Bewegungsspielraum von Tomka stark eingeschränkt. Sie musste mir in allem folgen, ich sollte aufrecht und geradeaus laufen, ohne ihr zu viel Beachtung zu schenken. Auch schnüffeln am Boden war durch die kurze Leine unmöglich, sie hielt den Kopf meist oben und lief einfach friedlich neben mir her.

Es mag etwas strikt wirken, aber als Tierheimhund ist Tomka schlicht Kooperation mit Menschen nicht gewöhnt und zieht ihr eigenes Ding durch. Es gilt nun, ihr klarzumachen, dass sie sich unserer Führung anvertraut, sie quasi an die Hand zu nehmen. An ausgewählten Stellen kann man die Leine dann länger lassen, um sie ein wenig schnüffeln und markieren zu lassen. Aber es war ein ganz anderer Hund da neben mir und sogar Hundebegegnungen waren nicht weiter schlimm.