lost in rotation

Heute habe ich mich mit Modellierung beschäftigt. Im Grunde ist das ein sehr erhabener Begriff, Modellierung. Man denkt dann immer an so ein tolles Ding, welches in sich geschlossen und exakt das Objekt der wissenschaftlichen Begierde abbildet. Aber eigentlich ist ein Modell ein ziemlich hilfloser Versuch, die Wirklichkeit mit Formeln zu beschreiben.

Nehmen wir ein Doppelpendel, also zwei Massestücken, die aneinandergekoppelt drehbar gelagert sind, so wie ein Bein mit Ober- und Unterschenkel. Schon tut sich eine riesige Welt physikalischer Effekte auf, die nur durch diese verfluchte Rotation entstehen. Zentrifugalkräfte zerren nach außen, Gewichtskräfte nach unten, Corioliskräfte irgendwie auch woanders hin und dann soll man auch noch an die gute alte Reibung denken! Ach, hätte der Mensch das Rad doch nie erfunden…