halbkontakt@BöserMontag

Der perfekte Abend, zehn Minuten für die Ewigkeit beim Bösen Montag. Ausverkauftes Hechtplatztheater, 250 Leute haben Geld ausgegeben, um unterhalten zu werden. Wir stehen hinter dem Seitenvorhang, die letzten Sekunden ticken herunter. Es ist dieser intensive Moment, wo alles unklar ist, das Publikum darf uns auch von der Bühne jagen, so will es das Konzept. Und sie haben von diesem Recht bereits Gebrauch gemacht, der Mann mit der Lesung wirkte etwas geschafft nach seinem Auftritt. Weiterlesen →

halbkontakt@ErzählnachtEglisau

Eglisau ist eine kleine Stadt am Rhein im Norden von Zürich. Und da wir im März ganz in der Nähe eine Aufführung planen (Cafe Rorboz in Rorbas), nutzten wir die Gelegenheit, mit drei kurzen Szenen unserer aktuellen Produktion an der Erzählnacht teilzunehmen. Diese findet einmal pro Jahr statt, ungefähr ein Dutzend Teilnehmer lesen oder erzählen etwas, in zehn Minuten. Mit unserem Theaterstück fielen wir da schon etwas aus dem Rahmen, mit unserem Hochdeutsch sowieso. Weiterlesen →

Flyermotiv für Halbkontakt

Bereits im März werden wir das Theaterstück Halbkontakt aufführen, es geht langsam in die heiße Phase. Und da wir schon bald erste Demo-Vorführungen machen (Erzählnacht Eglisau am 21. Januar, Böser Montag), brauchen wir sehr rasch einen Flyer. Das Stück besteht hauptsächlich aus Zweierszenen, die einzige gemeinsame Szene wurde gestrichen. Deshalb ist es schwierig, das Stück auf ein Bild festzunageln. Alle vier Protagonisten sind für die Handlung wichtig, Marion ist mit Andreas verheiratet, dieser hat eine Affäre mit Molly, der alten Band-Freundin von Marion, Anja arbeitet für Andreas und bittet Marion um Hilfe, da sie von Andreas belästigt würde. Weiterlesen →

Mein Name sei Alboury

Gestatten, mein Name ist Alboury. Ich lebe in Westafrika, welches früher von den Franzosen besetzt war. Jetzt sind wir frei, aber die Weißen sind immer noch da und führen sich auf wie einst. Sie verstehen nichts von diesem Land, von unserer Kultur und vom Leben überhaupt. Ich möchte die Leiche meines Bruders abholen, er wollte heute von der Baustelle zurück kommen und man erzählte mir, er sei bei einem Unfall gestorben. Weiterlesen →

Arbeit am Monolog

Am Anfang ist da mal der Text, wie er vom Autor geschrieben wurde. Damit musst du als Schauspieler arbeiten, um den Monolog adäquat auf die Bühne zu bringen. Eine Herangehensweise ist nun die inhaltliche und emotionale Gliederung des Textes. Dabei unterteilst du den Text in Sinnpakete (inhaltlich) und findest außerdem die emotionalen Wendepunkte. Mit dieser Struktur kannst du den Text zum einen leichter lernen und zum anderen bietet er den Einstieg in die Erarbeitung der Emotionen mithilfe von Sinnesreisen und Sinneserinnerungen. Weiterlesen →

Auf dem Weg zum Monolog

Der Theater-Monolog kann zur Sternstunde eines Schauspielers werden. Du hast die Bühne ganz für dich allein und an dir allein liegt es auch, ob sich die Zuschauer prächtig amüsieren oder zu Tode langweilen. Was macht einen guten Monolog aus? Wie bereitest du dich optimal darauf vor?

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Aufbaukurs Stanislawski-Strasberg, 3. Lektion

Aufwärmen, Sinneserinnerung Es begann wie immer, körperliches Aufwärmen, Stimme trainieren, Zazen. Aber die Sinneserinnerung orientierte sich am Stück. Wir hatten als Hausaufgabe das zweite Bild analysiert und sollten die Emotionen von dort mit Hilfe von Sinneserinnerungen erarbeiten. Leider hatte ich wenig Zeit gehabt, ich wollte das Gefühl äußerster Sattheit und Müdigkeit reproduzieren und erinnerte mich an einen lange zurückliegenden Besuch im chinesischen Restaurant, nach dem ich mich extrem unwohl fühlte und den Rest des Tages im Bett verbrachte. Weiterlesen →

Aufbaukurs Stanislawski-Strasberg, 2. Lektion

In der Erwärmung versuchte ich das Gefühl von extremer Kälte zu reproduzieren. Das gelang mir recht gut, es war aber auch ein kühler, verhangener Tag. Wir sollten zusätzlich zum neutralen Text auch noch eine neutrale Tätigkeit ausführen, nämlich unter einem Stuhl durch kriechen und zurück über den Stuhl steigen. Beim Kriechen auf dem Boden war es ziemlich kalt, so dass die Kälte nicht nur nachempfunden, sondern auch echt war. In der zweiten Hälfte lasen wir das Stück im Ensemble mit verteilten Rollen. Weiterlesen →

Aufbaukurs Stanislawski-Strasberg, 1. Lektion

Es geht ohne Verzug weiter, nach sechs Lektionen Grundkurs schließt sich jetzt nahtlos der Aufbaukurs des Zentrums für Entwicklung im Schauspiel an. Es begann wie immer mit den bekannten Elementen Aufwärmen und Sinneserinnerung. Dann arbeiteten wir mit einem Text, mit Hilfe von verschiedenen Lesetechniken näherten wir uns einer Szene. Aufwärmen, Sinneserinnerung Wie immer begannen wir mit dem körperlichen Aufwärmen und der Sinneserinnerung. Das Wiedererleben der Juckreiz-Übung gelang mir, wobei ich tatsächlich wieder Juckreiz verspürte, an den gleichen und auch ganz neuen Stellen wie beim ursprünglichen Üben. Weiterlesen →