Morgenspaziergang

Sonntag Morgen, Kirchenglocken läuten, ein paar Wolken ziehen am Himmel, endlich Sonnenschein nach so viel Regen. Eigentlich wollte ich im Engadin sein, aber gestern sah es dort trübe aus, eine frustrierte SMS erreichte mich am frühen Morgen. Schon wieder abgesagt, aufgeschoben die Tour, im September vielleicht. Ist der Sommer schon vorbei? Ich machte Mut, der Sommer kommt bestimmt nochmal zurück.

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Schnebelhorn

Es war eine schöne Samstag-Nachmittag-Wanderung. Nicht zu weit entfernt von Zürich liegt mit dem Schnebelhorn (1292 m) die höchste Erhebung des Kantons. Über bewaldete Hügel wanderten wir aus dem Tal hoch zum Berg. Es war echt angenehm, es muss ja nicht immer kahles Hochgebirge sein.

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Üetliberg

Der unaussprechliche Name, zumindest am Anfang, für die Neuankömmlinge aus dem Norden, Doppelvokal wie beim Grüezi, man erkennt die Deutschen sofort. In der Bahn sind vor allem Familien mit Schlitten, das Wetter traumhaft sonnig heiter, aber oben die Einsicht, es gibt keine Fernsicht, dabei wollten wir doch Landschaftsfotografie trainieren heute. Es ist dunstig, die Alpenriesen verbergen sich hinter einem weißen Schleier. Was bleibt, sind Nahaufnahmen und das obligatorische Foto der Tische von oben, heute mit schönen Schatten. Ich habe alles schwarz-weiß gemacht, die Farben sind ohnehin zu vernachlässigen und würden nur stören.

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Toneelgroep Amsterdam – Romeinse tragedies

Im Rahmen des Zürcher Theaterspektakels besuchte ich heute die Römischen Tragödien der holländischen Gruppe Toneelgroep Amsterdam.

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Russland gegen die Niederlande in der Fanzone Zürich

Die Fanzone in Zürich befindet sich direkt am Bellevue und damit in der Nähe des Sees. Man kommt nicht einfach so hinein, Sicherheitsleute überprüfen, ob man einen der verbotenen Gegenstände bei sich hat. Mit meinem Rucksack habe ich gemischte Erfahrungen gemacht, manchmal durfte ich ihn mit reinnehmen, manchmal nicht. Aber im Wesentlichen geht es um die kommerziellen Interessen der Standbetreiber, die ihr Bier für 6 CHF (4 EUR) an die durstigen und euphorisierten Fans verkaufen. Weiterlesen →

Besuch aus Berlin

Drei Tage durchatmen, Theaterbesuch, Käsefondue, Pilatus, Flanieren am See – Besuche sind eine hervorragende Erfindung. Noch dazu so nette wie Kristina, die ich schon seit der Schule kenne. Gemeinsam verbrachten wir drei wundervolle, entspannte, ereignisreiche Tage. Das war für mich wie ein Kurzurlaub, andere Gedanken, Natur, Sonne ins Gesicht scheinen lassen.

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Sonntag Morgen

An manchen Tagen macht es keinen Spaß aufzustehen. Wenn man die Gardinen zurück zieht und sich einem statt einer sonnigen Morgenstimmung nur der Ausblick auf Nebelfelder bietet, könnte man auch gleich im Bett liegen bleiben. Nicht einmal der Üetliberg ist zu sehen mit seinem Antennenturm und der Aussichtsplattform. Es ist alles so gedämpft, ich kann mich nicht einmal an die Kirchenglocken erinnern, die mich sonst jeden Sonntag Morgen eindringlich an die Nachbarschaft eines Kirchengebäudes erinnern.

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Sächsilüüte

Meine Kleider riechen nach Rauch heute Abend. Zu lange stand ich am großen Feuer, aus dem immer wieder Leute mit Schaufeln Glut herausholten, um die mitgebrachten Bratwürste zu grillieren. Es ist ein Volksfest von riesigem Ausmaß, welches bereits am Nachmittag mit einem Umzug der Zünfte begann. In mittelalterlichen Kostümen, mit Trommeln, Pauken und Trompeten zogen die eingesessenen Zürcher durch die Stadt, zu Fuß, auf Pferden und Kamelen, in bunt geschmückten Fuhrwerken. Auch die Kinder sind mit dabei und marschieren im Pulk ihrer Zunft. Ein besonderer Brauch, der in dieser Form nur in Zürich existiert.

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Yasmina Reza – Der Gott des Gemetzels

Eines sind die Stücke von Yasmina Reza allesamt: extrem unterhaltsam. So auch heute das Stück Der Gott des Gemetzels, welches hier in Zürich uraufgeführt wird. Zwei Ehepaare treffen sich, da sich ihre Kinder geprügelt haben, einer hat dem anderen mit einem Stock einen oder zwei Zähne ausgeschlagen. Was als verständnisvolles Gespräch beginnt, artet schließlich aus, die Abgründe der Personen werden deutlich. Es ist konstruiert, der harmlose weiche Familienpapa entpuppt sich als Hamsterquäler, die kultivierte Schriftstellerin wird hysterisch, als ihre wertvollen Bildbände beschmutzt werden, der schneidige Anwalt berät eine Pharma-Firma, die zwar von den Nebenwirkungen eines Medikaments wusste, es aber aufgrund des finanziellen Erfolgs nicht vom Markt nehmen wollte. Weiterlesen →

Spaziergang in Witikon

Raus, weg vom Rechner, solange die Sonne scheint. Den Kopf frei bekommen. Bilder einscannen, monotone Arbeit. Das Negativ wird eingespannt, durchleuchtet, langsam abgefahren. Es rattert vor sich hin, wenn aus den runden Farbkörnern eckige Pixel werden. Den Fotoapparat habe ich dabei, als ich aus dem Haus gehe. Man kann nie wissen. Insgeheim hoffe ich immer, Zeuge eines Verbrechens zu werden und ein gestochen scharfes Bild davon zu machen. Natürlich aus sicherer Entfernung und unerkannt von den Missetätern. Weiterlesen →