Huayhuash-Trek

Der National Geographic kürte den acht- bis zehntägigen Huayhuash-Trek zum zweitschönsten Trek weltweit. Dadurch neugierig gemacht, entschloss ich mich dann doch dafür, die Strapaze erneut zu wagen. 1. Tag Von Huaraz fuhren wir fünf Stunden zum Startpunkt der Wanderung, der auf 4180m lag. Mit zwei gut gefüllten Bussen kamen wir an, an die zwanzig Leute stiegen aus, die Mehrzahl Israelis. Es war auch ein Israeli, der mir diesen Trek empfohlen hatte, kein Wunder also. Weiterlesen →

Laguna 69

Die Wanderung zum See 69 ist einer der schönsten Tagesausflüge von Huaraz aus. Früh um sechs holte mich ein robuster Bus vom Hotel ab. Wir fuhren anderthalb Stunden auf asphaltierten Straßen, danach bog unser Fahrer auf eine holprige Gebirgspiste ab. Für eine weitere Stunde wurden wir durchgeschüttelt, unterbrochen von einem kurzen Frühstück und einem Fotostopp an einem wunderschönen See. Plötzlich hielten wir wieder, in einer unscheinbaren Kurve, die Wanderung begann. Wir liefen ein paar Meter bergab, an einem weiß schäumenden Gebirgsbach entlang und durch Wald. Weiterlesen →

Zurück in Huaraz

Die Reise von Tortugas nach Huaraz verlief völlig problemlos. Ich hatte in Tortugas ein Taxi bestellt, welches sich als ein Bekannter des Hostal-Mitarbeiters herausstellte. Er fuhr sowieso nach Casma und nahm mich für 20 Soles (knapp 6 EUR) mit. Ich wusste, dass es in Casma einige Busunternehmen gibt, die nach Huaraz fuhren und stellte mich auf Herumfragen und eine gewisse Wartezeit ein. Doch kaum war ich aus dem Auto ausgestiegen, bedrängten mich einige Leute, ob ich nicht nach Huaraz fahren wolle. Weiterlesen →

Tortugas

Ich wollte doch nur ein paar Tage am Strand entspannen, im Liegestuhl sitzen und lesen, dabei der Brandung lauschen. Meinen hartnäckigen Husten auskurieren. Und ich fand sogar ein Busunternehmen, was mich von Huaraz nach Casma bringen sollte. Nach vier Stunden Fahrt verpasste ich den Ausstieg, der Fahrer setzte mich aber dann direkt an der Abzweigung nach Tortugas ab. Und da lag es, in einer idyllischen Bucht gelegen, im Reiseführer empfohlen. Ich lief zu Fuß die vielleicht zwei Kilometer bis zur Siedlung, die sich in einem langen Bogen an der Bucht erstreckte. Weiterlesen →

Chavin

Der totale Flop – nach zwei Stunden anstrengender Fahrt über Buckelpisten muss ich feststellen, dass die Ruinen des Chavin-Tempels am Montag geschlossen sind. Das stand so nicht in meinem Reiseführer. Tja, ich aß in einem Restaurant mit Einheimischen Hühnersuppe, Reis mit Huhn und Bohnensauce und einem lauwarmen, dubiosen Fruchtsaft für zusammen 1,25 EUR – das billigste Mittagessen bisher. Mein Magen hat sich als äußerst robust erwiesen, auch dieses seltsame Essen verdaute er anstandslos. Weiterlesen →

Ausflug in Perus blutige Vergangenheit

Unseren Aufenthalt in Lima nutzten wir noch für einen Besuch im Nationalmuseum. Dieses befindet sich im zugigen Gebäude des Kulturministeriums und wie immer fuhren wir mit dem Taxi eine halbe Stunde dorthin. Lima ist einfach riesig, wobei ich das nur flächenmäßig meine. Das Nationalmuseum fängt bei den alten Kulturen an, wir interessierten uns aber für eine Fotoausstellung zur jüngeren Geschichte. Peru erlebte von 1980 bis 2000 eine Welle von Gewalt, den Internen Konflikt. Weiterlesen →

Jungle Trek zum Machu Picchu

Es gibt viele Wege zum Machu Picchu, dem wohl bekanntesten Touristenziel in Peru, wenn nicht in ganz Südamerika. Wir entschieden uns für eine Variante in drei Tagen, welche als Dschungelweg bezeichnet wird. Am ersten Tag fuhren wir mit einem Bus auf 4200 m Höhe. Dann bestiegen wir Mountain-Bikes, um auf einer asphaltierten Serpentinenstraße runterzufahren. Es ging eigentlich nur bergab und war somit wenig anstrengend und eher lustig. Obwohl die Anspannung sich schon bemerkbar machte. Weiterlesen →

Cusco

Mit Hilfe von Inka Express fuhren wir entspannt von Puno nach Cusco. Dieser Bus hielt fünf mal auf der Strecke, wir besichtigten die Grundmauern eines gigantischen Inka-Tempel-Komplexes, eine vor Gold und Prunk nur so strotzende Kirche aus der Kolonialzeit, ein kleines Museum mit Steinfiguren und Keramiken aus Vor-Inka-Zeiten und wir hielten auch am höchsten Pass auf der Strecke an, auf 4300m. Die Höhen beeindrucken mich schon, in der gesamten Schweiz gibt es nicht viele Berge, die höher sind als 4300m, und wir halten da eben mal an und können die typischen Wollmützen, Schmuck und andere Handwerkserzeugnisse kaufen oder Fotos mit niedlichen kleinen Lamas machen, auch das natürlich für Geld. Weiterlesen →

Juanita

Im letzten Raum traf ich sie – Juanita. Sie war jung und wunderschön. Ihr Vater stammte aus Panama und ihre Mutter aus Puno, einer Stadt am Titikaka-See. Sie sagte nichts, kauerte im Raum, den Blick stur geradeaus gerichtet. Sie hatte große Zähne und volle Lippen. Und sie war Bergsteigerin. Ihre letzte Tour war von Cuzco auf einen 6000er nördlich von Arequipa, sie brauchte mehrere Monate dafür. Und dann wurde sie umgebracht, als Opfer für die Götter, welche die Inka in den Bergen sahen. Weiterlesen →

Krank in Arequipa

Nun haben wir den Salat, meine Schwester hat eine bakterielle Infektion und ich bin auch nicht so ganz fit. Es sind an und für sich harmlose Krankheiten, aber wandern kann man so halt auch nicht. Und so werden wir hier ein paar ruhige Tage einschieben, um den Rest des Urlaubs dann umso mehr genießen zu können. Ergebnis eines Kochkurses Arequipa ist für mich die bislang schönste Stadt Perus, was am Sonnenschein, den nahen Bergen (der El Misti ist 5822 m hoch und ein Bilderbuchberg), dem extrem tollen Hostel (Avila) und natürlich dem reibungslosen WLAN liegt. Weiterlesen →