ZES-Kameratraining 3 – Szenenvorbereitung

Morgen zählt es, wir drehen eine Dialog-Szene in verschiedenen Einstellungen mit Scheinwerfern und allem, was dazu gehört. Sicherlich kommen wir nicht an die Ausstattung eines professionellen Filmsets heran, aber für uns Kamera-Neulinge wird es trotzdem aufregend genug sein. Denn viele Versuche gibt es nicht, eine Einstellung kann aufgrund so vieler technischer Mängel rausfallen, dass es wenig Spielraum für Fehler beim Schauspieler gibt. Eine gute Vorbereitung der Szene ist deshalb extrem wichtig. Weiterlesen →

Tiefschnee

Der Traum des Skitourengängers – ein unberührter Hang mit flauschigem Neuschnee, durch den man elegant abwedelt, es stiebt meterhoch nach rechts und links. Der Berg ist natürlich selbst erkämpft, mit Fellen hat man ihn kurz vor Mittag erstiegen, mit netten Leuten und einer Thermosflasche voller Tee. Aber was den Traum wirklich ausmacht, ist das unbeschwerte Abfahren durch den Tiefschnee. Bergspitzen beim Skigebiet Meine ersten Versuche sahen da schon etwas anders aus. Weiterlesen →

Mein Name sei Alboury

Gestatten, mein Name ist Alboury. Ich lebe in Westafrika, welches früher von den Franzosen besetzt war. Jetzt sind wir frei, aber die Weißen sind immer noch da und führen sich auf wie einst. Sie verstehen nichts von diesem Land, von unserer Kultur und vom Leben überhaupt. Ich möchte die Leiche meines Bruders abholen, er wollte heute von der Baustelle zurück kommen und man erzählte mir, er sei bei einem Unfall gestorben. Weiterlesen →

Auf dem Weg zum Monolog

Der Theater-Monolog kann zur Sternstunde eines Schauspielers werden. Du hast die Bühne ganz für dich allein und an dir allein liegt es auch, ob sich die Zuschauer prächtig amüsieren oder zu Tode langweilen. Was macht einen guten Monolog aus? Wie bereitest du dich optimal darauf vor? Gute Monologe, schlechte Monologe Bei einem guten Monolog schaffst du es, deine Gedanken und Erinnerungen lebendig werden zu lassen. Die Zuschauer sehen, was du siehst, hören, was du hörst und spüren, was du spürst. Weiterlesen →

Aufbaukurs Stanislawski-Strasberg, 3. Lektion

Aufwärmen, Sinneserinnerung Es begann wie immer, körperliches Aufwärmen, Stimme trainieren, Zazen. Aber die Sinneserinnerung orientierte sich am Stück. Wir hatten als Hausaufgabe das zweite Bild analysiert und sollten die Emotionen von dort mit Hilfe von Sinneserinnerungen erarbeiten. Leider hatte ich wenig Zeit gehabt, ich wollte das Gefühl äußerster Sattheit und Müdigkeit reproduzieren und erinnerte mich an einen lange zurückliegenden Besuch im chinesischen Restaurant, nach dem ich mich extrem unwohl fühlte und den Rest des Tages im Bett verbrachte. Weiterlesen →

Aufbaukurs Stanislawski-Strasberg, 2. Lektion

In der Erwärmung versuchte ich das Gefühl von extremer Kälte zu reproduzieren. Das gelang mir recht gut, es war aber auch ein kühler, verhangener Tag. Wir sollten zusätzlich zum neutralen Text auch noch eine neutrale Tätigkeit ausführen, nämlich unter einem Stuhl durch kriechen und zurück über den Stuhl steigen. Beim Kriechen auf dem Boden war es ziemlich kalt, so dass die Kälte nicht nur nachempfunden, sondern auch echt war. In der zweiten Hälfte lasen wir das Stück im Ensemble mit verteilten Rollen. Weiterlesen →

Aufbaukurs Stanislawski-Strasberg, 1. Lektion

Es geht ohne Verzug weiter, nach sechs Lektionen Grundkurs schließt sich jetzt nahtlos der Aufbaukurs des Zentrums für Entwicklung im Schauspiel an. Es begann wie immer mit den bekannten Elementen Aufwärmen und Sinneserinnerung. Dann arbeiteten wir mit einem Text, mit Hilfe von verschiedenen Lesetechniken näherten wir uns einer Szene. Aufwärmen, Sinneserinnerung Wie immer begannen wir mit dem körperlichen Aufwärmen und der Sinneserinnerung. Das Wiedererleben der Juckreiz-Übung gelang mir, wobei ich tatsächlich wieder Juckreiz verspürte, an den gleichen und auch ganz neuen Stellen wie beim ursprünglichen Üben. Weiterlesen →

Grundkurs Stanislawski-Strasberg, 6. Lektion

Mit der sechsten Lektion endet der Grundkurs Stanislawski-Strasberg des Zentrums für Entwicklung im Schauspiel. Als Besonderheit sollten wir parallel zur sensorischen Erinnerung einen gelernten neutralen Text sprechen. Danach haben wir uns mit der Verkörperung einer Person beschäftigt. Mein persönlicher Höhepunkt des Abends war das Darstellen der Fenstersturz-Szene als Selbstmörder auf dem Fenstersims. Aufwärmen, sensorische Erinnerung mit Text Wie beim letzten Mal sollten wir die sensorische Erinnerung mit dem Sprechen eines neutralen Textes kombinieren. Weiterlesen →

Grundkurs Stanislawski-Strasberg, 5. Lektion

Aufwärmen, Sinneserinnerung mit neutralem Text Das körperliche Aufwärmen und das Zazen waren wir immer. Ich war heute körperlich fitter als letztes Mal aber leichter ablenkbar. Bei der Sinneserinnerung (drei Stoffe mit allen Sinnen entdecken) sollten wir den neutralen Text gleichzeitig aufsagen. Das war eine immense Herausforderung, bei mir saß der Text dafür nicht gut genug. Ich hatte mir den Anfang von Ulysses (James Joyce) gewählt. Okay, es mag kein Buch sein, das mir absolut egal ist, aber wenn ich schon einen Text lerne, dann einen von hoher literarischer Qualität. Weiterlesen →

Grundkurs Stanislawski-Strasberg, 4. Lektion

Aufwärmen Die Aufwärmung lief wie üblich, erst körperlich, dann Zazen, dann Sinneserinnerung. Ich hatte durch meinen Osterausflug wenig Zeit für die Hausaufgabe gehabt, deshalb stand meine Sinnesreise auf einer wackligen Basis. Insgesamt hat sich in der Gruppe eine gewisse Faulheit eingeschlichen, das ruhige Zazen wird endlos ausgedehnt, wohingegen die körperliche Aufwärmung und vor allem der kontinuierliche Gebrauch der Stimme weniger Beachtung finden. Deshalb gab es heute nochmal eine Rückbesinnung auf Sinn und Zweck der Übungen. Weiterlesen →