Jean-Paul Sartre – Die schmutzigen Hände

Autor Jean-Paul Sartre Titel Die schmutzigen Hände (Les mains sales) Regie Stefan Pucher Besetzung Robert Hunger-Bühler, Henrike Johanna Jörissen, Isabelle Menke, Johannes Sima, Milian Zerzawy, Jirka Zett Spielort Schauspielhaus Zürich (Pfauen) Inhalt Schauplatz der Handlung ist der fiktive Staat Illyrien während des Zweiten Weltkrieges, irgendwo im Osten Europas. Die Deutschen haben das Land besetzt, der Regent des Landes arbeitet mit ihnen zusammen. Aber die Rote Armee rückt vor und wird in absehbarer Zeit die Deutschen verjagen. Weiterlesen →

Ausflug in Perus blutige Vergangenheit

Unseren Aufenthalt in Lima nutzten wir noch für einen Besuch im Nationalmuseum. Dieses befindet sich im zugigen Gebäude des Kulturministeriums und wie immer fuhren wir mit dem Taxi eine halbe Stunde dorthin. Lima ist einfach riesig, wobei ich das nur flächenmäßig meine. Das Nationalmuseum fängt bei den alten Kulturen an, wir interessierten uns aber für eine Fotoausstellung zur jüngeren Geschichte. Peru erlebte von 1980 bis 2000 eine Welle von Gewalt, den Internen Konflikt. Weiterlesen →

Friedrich Dürrenmatt – Die Ehe des Herrn Mississippi

Im Rahmen einer szenischen Lesung lernte ich gemeinsam mit Freunden das frühe Dürrenmatt-Stück Die Ehe des Herrn Mississippi kennen. Insgesamt fand ich das Stück mittelmäßig, aber Dürrenmatt verwendete einige spannende Ansätze und Ideen, die ich gern diskutieren möchte. Jede Hauptperson im Stück verkörpert eine Idee oder Ideologie. Mississippi steht für biblische Gerechtigkeit, Saint-Claude für Kommunismus, Übelohe für Liebe, Anastasia für Jetztbezogennheit, Diego für Realpolitik und Machtwillen. Die Handlung zwischen den Personen ist demzufolge entweder symbolisch als Auseinandersetzung von Ideen zu verstehen oder dient lediglich als Rahmen. Weiterlesen →

Wohin, Europa?

Der äußerst lesenswerte ZEIT-Artikel Europa, wir brauchen dich deutet die Probleme bei der Ratifizierung der EU-Verfassung als Kritik am Kapitalismus als vorherrschendem Wirtschaftssystem. Interessant ist nun vor allem die Gegenüberstellung von Kommunismus und Kapitalismus als den beiden dominanten Ideologien des 20. Jahrhunderts. Kommunismus Als zentrale Formel des Kommunismus kann gelten: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen. Die Probleme, welche dann auch zum Zusammenbruch der meisten kommunistischen oder sozialistischen Nationen führten, waren vor allem mangelnde Eigeninitiative der Bürger und ein allmächtiger Staat. Weiterlesen →