Friedrich Schiller – Wilhelm Tell

Es war ein beeindruckender Theaterabend. Schiller ist nicht ganz einfach zu inszenieren, er hat diese zwar wunderschöne, aber auf die Dauer etwas anstrengende pathetische, kräftige Sprache. Aber der Regisseur verstand es prächtig, mit theatralischen Mitteln einen frischen Blick auf Wilhelm Tell zu werfen. Eine Schlüsselszene ist sicherlich der Rütlischwur. Bei Mondlicht treffen sich Vertreter der drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden und besiegeln mit einem Schwur die Eidgenossenschaft. Reding tritt in die Mitte: Weiterlesen →

Friedrich Schiller – Kabale und Liebe

Unter der Regie von David Bösch spielte das Schauspielhaus Zürich das bekannte Schiller-Drama um die Unmöglichkeit einer standesüberschreitenden Liebe zweier junger Menschen. Ich kannte es aus der Schule, aus dieser Zeit hatte ich eher düstere Erinnerungen an ein langweiliges, trockenes Stück. Aber jeder Stoff hat seine zweite Chance verdient, noch dazu, wenn man an einem Samstagabend mit einer Last-Minute-Karte günstig dazu kommt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Eine kraftvolle Inszenierung, die Liebe war als Anfangs- und Schlussmotiv der emotionale Schwerpunkt der Inszenierung. Weiterlesen →