Anton Tschechow – Der Kirschgarten

Im Berliner Maxim-Gorki-Theater sah ich eine sehr eigenwillige Inszenierung von Tschechows Kirschgarten. Das Gorki, wie es sich kurz nennt, wurde von Theater heute zum Theater des Jahres 2014 gekürt. Es besitzt ein bunt gemischtes Ensemble und setzt schrille, zeitgenössische Akzente. Das Stück in seiner Originalfassung beschreibt den nutzlos gewordenen Adel, der sich am Schönen erfreut, aber völlig lebensuntüchtig ist. Wie der Kirschgarten am Ende abgeholzt wird, verschwindet auch der Adel von der Bildfläche. Weiterlesen →

Wanjere in zwei Wochen

“Onkel Wanja” nimmt Gestalt an – heute haben wir zum ersten Mal Teile des Stückes mit den fast finalen Requisiten und Kostümen geprobt. Morgen folgt dann ein erster Durchlauf, das heißt wir spielen das Stück von Anfang bis Ende. Bislang haben wir immer nur einzelne Szenen geprobt. Telegin leidet, als es zum Streit zwischen Iwan Petrowitsch (rechts) und dem Professor kommt. Bedenklich ist, dass wir auch jetzt noch Texthänger haben, zwei Wochen vor der Premiere. Weiterlesen →

Plakat “Onkel Wanja”

Plakatentwurf für “Onkel Wanja” Die Idee für dieses Plakat entstand, als fünf Leute zwei Flaschen Wein austranken. Wir ließen die Ideen sprudeln, bis dann schließlich unsere verehrte Regisseurin eine Idee skizzierte. Gewitterwolken, die Umrisse eines Kopfes, darin eine herumspukende Nixe. All dies sind Bilder aus dem Stück, das herannahende Gewitter lässt die Protagonisten im zweiten Akt nachts schlaflos herumlaufen und sich begegnen, die Nixe wird auch explizit von Wanja erwähnt und von Jelena später aufgegriffen. Weiterlesen →

Erste Szenenfotos von “Onkel Wanja”

Ein erstes Szenenfoto wird das Programmheft der Theatertage Aarau schmücken. Es zeigt Wanja und Astrow, die auf der Bühne so langsam Gestalt annehmen. Astrow und Wojnitzki im Gespräch Ich übe derweil fleißig Gitarre, zwei-drei kurze Stücke soll es geben. Es ist spannend, mal wieder Gitarre zu spielen, ein schönes Instrument. Das Zupfen ist etwas ungewohnt, mein Spiel wird in die klassische Richtung gehen. Das eine Stück klappt schon ganz gut. Weiterlesen →

Anton Pawlowitsch Tschechow (Čechov)

Für die aktuelle dramateure-Theaterproduktion Onkel Wanja möchte ich mehr über den Autor Anton Tschechow erfahren. Es ist ein naheliegender Schritt zum Verständnis des Textes. Und es ist auch der große Vorteil des Literaturtheaters, dass es einen großen Reichtum an vorhandenem Material gibt, den man studieren kann. Dieses Material ist Teil des Eisberges, den man als Regisseur oder Schauspieler aufbaut. Am Ende wird nur ein kleiner Teil oben schwimmen, aber ohne den großen unsichtbaren Anteil könnte dieser kleine sichtbare Anteil nicht schwimmen. Weiterlesen →