Schlank durch Schokolade?

Zwei Wissenschafts-Journalisten wollten es wissen – kann man mit einer völlig abstrusen Diät-Idee viele Menschen erreichen? Und wie schwer ist es, dafür das wichtige Prädikat “wissenschaftlich belegt” zu erhalten? In einer salopp durchgeführten Studie mit ca. 20 Teilnehmern verglichen sie die Gewichtsentwicklung der Interventionsgruppe (also die mit Schokolade) mit zwei anderen Gruppen. Durch einige Tricks und “geschickte” Auswertung erhielten sie das gewünschte Resultat, die Interventionsgruppe nahm ab, alle anderen nicht. Interessant war nun, dass sie diese qualitativ sehr mangelhafte Studie in einer wissenschaftlichen Zeitschrift platzieren konnten. Weiterlesen →

Invitation to Doctoral Exam WELLNER, Mathias

Seltsam, seinen eigenen Namen da zu sehen — es kommen des öfteren solche Emails rein, unser Departement entlässt Doktoren am laufenden Band. Da bin ich nur einer mehr in einer langen Reihe. Es ist hier an der ETH nichts Besonderes daran zu promovieren, das machen eigentlich alle um einen herum. Die Liste der anstehenden Doktorprüfungen ist lang. Jetzt also auch ich. Bald ist es soweit, ich werde mit einem schönen Titel in die Wirtschaftskrise entlassen. Weiterlesen →

Diss-Endspurt

Nach fast vier Jahren Doktorat steht jetzt der Termin für die Doktoratsprüfung fest. Am Dienstag, dem 7. Juli werde ich — wenn alles gut geht — diesen wichtigen Schritt absolvieren. Es ist zwar rein administrativ nicht der letzte, da ich danach noch die Pflichtexemplare abgeben muss und die Departementskonferenz dem zustimmen muss, aber gefühlsmäßig ist es der Abschluss des Doktorats.

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Automed 2009

Meine zweite Konferenz dieses Jahr führt mich wieder nach Deutschland, dieses Mal in die Hauptstadt Berlin. Die Konferenz heißt Automatisierungstechnische Verfahren in der Medizin, die meisten Teilnehmer stammen aus Deutschland. Es ist eine kleine Konferenz, man kennt sich. Von unserer Gruppe sind sieben Leute da, aber nicht alle halten einen Vortrag. Meine Stunde schlägt morgen, ich stelle unser Labor und die beiden Ruderstudien kurz vor.

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This!

Ich schreibe. An meiner Diss. Ich habe sie This! genannt, das klingt so wie Diss und erinnert mich an Peter Gabriels Album So, ein Weihnachtsgeschenk meiner Schwester.

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Darmstadt

Morgen fahre ich nach Darmstadt, wo die Konferenz Informations- und Kommunikationstechnologien in der Sportmotorik stattfindet. Dort werde ich erste Resultate von unserem Rudersimulator vorstellen. Leider hat man mich in den Arbeitskreis Varia gesteckt, und so werde ich am Freitag Abend kurz vor 19:00 meinen Vortrag halten. Es ist der letzte im Programm, bevor sich alle zum Empfang im Jagdhofkeller begeben. Es bleibt also abzuwarten, wie viele Sportwissenschaftler ich durch meinen mitreißenden Vortrag beeindrucken kann. Weiterlesen →

Wolf Singer, Matthieu Ricard – Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog.

Da ich die Aufgabe habe, den Hirnforscher Wolf Singer bei der Cortona-Woche im September 2008 einzuführen, wollte ich mich ein wenig vorbereiten. Durch Zufall stieß ich auf das Büchlein, welches einen Dialog zwischen östlicher und westlicher Tradition über Meditation zum Inhalt hat. Es ist nicht das Thema von Wolf Singers Vortrag in Cortona, dieser beschäftigt sich mit der verteilten Verarbeitung und zeitlichen Kodierung in neuronalen Netzwerken. Jedoch ist der Bezug zur Meditation gar nicht so entfernt, in Studien mit regelmäßig Meditierenden unterschiedlicher Erfahrung konnte man Unterschiede in der Aktivität einzelner Hirnregionen und auch ausgeprägte zeitliche Muster nachweisen.

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Lost in Translation

In unserer Ruderstudie sind jetzt die ersten zehn Probanden durch, damit stellte sich auch die Frage, wie wir mit den freien Interviews verfahren sollten. Die Leute konnten sich nach ihrem Experiment recht frei dazu äußern, wie realistisch sie unseren Rudersimulator fanden und was sie am Versuch störte. Wir hatten uns entschlossen, das Interview auf Schweizerdeutsch durchzuführen, damit die Leute freier sprechen können. Dies war aber – im Rückblick – keine gute Idee, der Dialekt verführt zu einer ausschweifenden, schwer zu erfassenden Ausdrucksweise. Weiterlesen →

Was ich den ganzen Tag mache

Das Unijournal geht in seiner aktuellen Ausgabe (3⁄08) der Frage nach: “Was macht eigentlich ein Ingenieur?” Um diese weltbewegende Frage zu beantworten, wurde ich ausgewählt und mein Tagesablauf in fünf Fotos festgehalten. Ich bespreche mich mit Kollegen, bohre an unserer Maschine, steige auf die Leiter, klebe Gesichtselektroden und ein Sportler rudert schließlich virtuell vor sich hin. Der Beitrag streift schon recht gut unsere aktuelle Forschung, obwohl meine wahren Hauptbetätigungen Programmieren, Email-Kommunikation und Teetrinken mangels eindrücklichen Bildmaterials leider unerwähnt bleiben. Weiterlesen →

Fussball und Wissenschaft

Wir schwimmen mit dem Strom der Zeit. Und wer zur Zeit nicht völlig blind durch die Gegend läuft, kommt am Fußball nicht vorbei. Allerorten werden die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zum Eröffnungsspiel abgezählt, pranken Fußballthemen auf Zeitschriften und werden Werbekampagnen thematisch am runden Leder orientiert, um die Plakate, Straßenbahnen und Fernsehbildschirme zu bevölkern. Nun sitzen also auch wir als Forschungsgruppe mit im Tor. Und die Perspektive des Torwarts ist es auch, die wir bei uns im Labor erforschen wollen. Weiterlesen →