Probewochenende in Wetzlar

Das letzte Wochenende verbrachte ich in Wetzlar beim Proben von Der Löwe im Winter. Es war das erste vollständige Probewochenende, für mich zum ersten Mal waren alle Teilnehmer an einem Ort versammelt und gemeinsam am Werk. So konnte ich mir ein besseres Bild von den Leuten machen, die ich bisher noch nicht so oft in den Proben gesehen hatte. Das Stück ist in unserer nicht wirklich gekürzten Fassung noch recht lang, einige Schauspieler hatten noch recht Mühe mit dem Text. Weiterlesen →

Henrik Ibsen – Die Wildente

Zum ersten mal besuchte ich gestern das Darmstädter Staatstheater. Ich hatte extra einen Klassiker rausgesucht, Ibsens Wildente. Das Erste, was ins Auge sprang, war das Bühnenbild. Riesige dunkle Stufen vom Boden bis zur Decke, jede ungefähr einen Meter hoch und insgesamt an die acht Stück. Damit sind die Schauspieler in ihrer Etage gefangen, sie müssen klettern oder sich fallen lassen. Die Inszenierung war weit entfernt von Natürlichkeit oder Authentizität. Es waren Bilder mit Textfragmenten aus dem Stück, die Beziehungen zwischen den Figuren wurden nur angedeutet, alle Rollen waren grotesk überzeichnet. Weiterlesen →

Kurzfilmwettbewerb ZFF 72

Gern möchte ich meine Bekannten unterstützen, die am Zürcher Kurzfilmwettbewerb ZFF 72 teilnehmen. Bitte stimmt mit ab und bringt diese großartigen Filme nach vorn. Ihr könnt euch ganz einfach mit eurem Google- oder Facebook-Konto anmelden. Géza Morocz – Eva, glaub Hier abstimmen Caroline Wloka – Thirst for Victory Hier abstimmen Weiterlesen →

Dogville

Nach der Sommerpause schaute ich mal wieder im Schauspielhaus vorbei, das Stück war Dogville nach dem Film von Lars von Trier. Regie führte Stephan Kimming. Eine junge Frau flieht unter ungeklärten Umständen und landet in einem kleinen Dorf am Fuß der Rocky Mountains. Die Bewohner sind erst skeptisch, doch der Schriftsteller Tom kann sie überzeugen, die Fremde (Grace) testweise für zwei Wochen aufzunehmen. Sie arbeitet je eine Stunde für jede der sieben Familien. Weiterlesen →

While I Was Waiting (Theaterspektakel Zürich)

Das Zürcher Theaterspektakel bietet internationalen Truppen eine Bühne. Das diesjährige Eröffnungsstück ist While I Was Waiting von Omar Abusaada und Mohammad Al Attar, die in einem Interview der NZZ einiges zum Stück erklären. Ein junger Mann liegt im Koma, er wurde zusammengeschlagen in seinem Auto. An seinem Bett versammeln sich die Angehörigen, die Schwester kommt extra aus dem Libanon, wohin sie ausgewandert war. Der Patient erhebt sich schließlich als ein Geist, schließt sich einem anderen Geist auf der erhobenen Plattform an, sie kommentieren das Geschehen, erklären, wie alles begann. Weiterlesen →

Romeo und Julia (Schlossspiele Falkenstein 2016)

Um unseren Theaterkollegen Thomas auf der Schlossbühne zu bestaunen, nahmen wir sogar die lange Anfahrt nach Niedergösgen in Kauf. Passend zum Ambiente hatte sich die ansässige Theatergruppe für Romeo und Julia entschieden, eines der bekanntesten Theaterstücke. Dieses Stück hat sehr viele Herausforderungen, an erster Stelle steht sicherlich der Shakespearesche Text in Reimform. Ein solcher Text erfordert ein gutes Sprachgefühl. Um dem engagierten, aber nicht sehr erfahrenen Ensemlbe entgegenzukommen, hatten Adi Blum und Ueli Blum das Original ins Schweizerdeutsche übersetzt, ein heroischer Aufwand, der sich hoffentlich durch viele weitere Aufführungen bezahlt macht. Weiterlesen →