Sind Familie und Wissenschaft vereinbar?

Für die neu entstehende Familien-Homepage der AVETH habe ich mich mit dem Thema der Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie beschäftigt. Hier ein Entwurf, über Anmerkungen würde ich mich sehr freuen. Die Kinderlosigkeit von Akademikern ist ein weit verbreitetes Phänomen, und Wissenschaftler sind laut einer Studie der Universität Dortmund besonders betroffen. So sind von den untersuchten Jungwissenschaftlern (Doktorandinnen, wissenschaftliche Mitarbeiter und Juniorprofessoren des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen) 73,1% ohne Nachwuchs. Und das, obwohl der Wunsch nach Kindern durchaus besteht. Weiterlesen →

Schreiben für Andere, dritter Beitrag

_Im Rahmen der Lehrveranstaltung Schreiben für Andere an der ETH Zürich entstand dieser Text. Die Aufgabenstellung war, über das eigene Fachgebiet und seine Bedeutung für bzw. in der Öffentlichkeit zu schreiben. Die Länge des Textes war mit 4000-5000 Zeichen (inklusive Leerschläge) ebenfalls vorgegeben._ Virtuelle Umgebungen in der Medizintechnik und zum Bewegungslernen Wenn die Mannschaftsmitglieder des Raumschiffs Enterprise Unterhaltung, Trainingsszenarien oder auch nur Entspannung suchten, betraten sie das Holodeck. Dort, so wollte es die bekannte Science-Fiction-Serie, wurden Umgebungen und sogar eigenständig handelnde Akteure vom Bordcomputer generiert. Weiterlesen →

Schreiben für Andere, zweite Eigenleistung

Der zweite Eigenbeitrag zum Kurs Schreiben für Andere bestand darin, zum Manifest der Hirnforscher einen Beitrag zu schreiben. Die Form war wie immer frei gestellt, ebenso der Publikationsrahmen. Das Manifest veröffentlichten einige der führenden deutschen Neurowissenschaftler 2004. Sie schrieben über den Stand ihrer Wissenschaft und die zu erwartenden Erkenntnisse in zehn, bzw. zwanzig-dreißig Jahren.

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Grenzen des Wissens

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung schrieb ich diesen Artikel. Grenzen des Wissens An der Grenze erwartet den erholungsbedürftigen Urlauber normalerweise eine Passkontrolle, bevor er dann endlich ins andere Land, zum Ferienziel weiterreisen kann. Grenze als Trennlinie, die zwar selbst nicht existiert, aber zwei Bereiche voneinander trennt. Die Frage, inwieweit Wissen an seine Grenzen gelangt, beziehungsweise wie es hinter dieser Grenze weitergeht, versucht die Vortragsreihe “An den Grenzen des Wissens” der Universität und ETH Zürich zu beantworten. Weiterlesen →

Keine Meinung

Schon früh stellte er fest, dass er eigentlich gar nicht mitreden konnte. In all den Streitfragen, in denen sich die Erwachsenen unterhielten, manchmal regelrecht anschrien, fieberte er für beide Seiten mit. Wie bei einem Spiel zwischen der altvertrauten Mannschaft, von einem Ort, wo man lange Jahre gelebt hat, und der Mannschaft der neuen, unmittelbareren Umgebung. Er schwankte hin und her, freute sich über frivole Attacken, gelungene Konter und pathetischem Stillstand, beider Parteien. Weiterlesen →

Brief an den Vermieter

Das ist mal wieder total fiktiv! Die Idee kam mir bei einer Kurzgeschichte von Harry Mulisch. Sehr geehrter Herr X, bevor ich zum leider etwas unerfreulichen zentralen Anliegen dieses Schreibens komme, möchte ich doch zuallererst meiner tiefen Dankbarkeit Ihnen und Ihrer geschätzten Familie gegenüber Ausdruck verleihen. Wie Sie selbst ganz bestimmt am besten wissen, ist es keineswegs einfach, in Zürich eine Wohnung zu finden. Oft befindet man sich in der Gesellschaft von Dutzenden Mitbewerbern und nur mit viel Glück kann man schließlich eine der begehrten Behausungen bekommen. Weiterlesen →

Geschriebenes

Ich möchte mal etwas fiktiv werden. Weil es mehr Raum lässt und damit ich nicht verlerne rumzuspinnen. Lichter. Da hinten müssen sie sein. Vor einer Weile noch sah er sie von einer Anhöhe aus. Nur noch dies eine Tal, dann hat er’s geschafft. Ist in der großen Stadt. Es ist dunkel im Wald, kaum sieht er den Weg, der sich entlang eines Bächleins schlängelt. Er läuft, die Richung ist eindeutig, der Bach hat kaum Biegungen, oder nur ganz wenige, die sich ausgleichen. Weiterlesen →

Lies langsam!

“Verdammt!” ruft der zornig dreinblickende Bibliothekar Anton Litter, der am Steuer seines Opel Corsa gerade wieder die Ampel am Wasaplatz auf Rot springen sieht. Müssen denn gerade heute am Weihnachtsabend so viele Idioten unterwegs sein? Er schaltet das Autoradio aus, denn die Musik nervt einfach. Mit seinen Fäusten trommelt er aufs Lenkrad. Dabei wollte er nur mal kurz in die Bibliothek fahren, denn er hatte dort vor zwei Tagen einen wichtigen Brief vergessen. Weiterlesen →

Rache

Ich holte tief Luft und öffnete meine Augen wieder, denn das, was ich soeben bemerkt hatte, konnte einfach nicht wahr sein. Doch unverändert erschien auf dem Bildschirm die Zeile mit Franks Email-Adresse. Vor wenigen Minuten hatte ich herausgefunden, wie man die Mail-Weiterleitungsfunktion des Uni-Systems benutzt. Für mich Unix-Nichtkönner fast ein Ding der Unmöglichkeit. Diese Funktion ist äußerst praktisch, wenn man z.B. bei GMX alle Mails abrufen möchte. Doch das klappt natürlich nur dann, wenn da auch die eigene GMX-Adresse eingetragen ist. Weiterlesen →

Die Macht des Schweigens

Da saß ich nun inmitten meiner Freunde, also der Menschen, die mir am wichtigsten waren. Fröhlich redeten wir über dies und das, übertrieben das eine, zogen jenes ins Lächerliche, machten unsere Witze – über alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Dann folgte nach einer weiteren Witzspirale (einer fing an, der nächste übertrieb maßlos, aber nicht genug, um vor einer nochmaligen Steigerung sicher zu sein, eine weitere funktionierte allerdings nicht mehr – das war allen klar) eine kleine Pause, alle schmunzelten vergnügt vor sich hin. Weiterlesen →