Cortesi-Lesungen bei der KulTour in Baden

Die beschauliche Kleinstadt Baden, die nur 20 Bahnminuten von Zürich entfernt liegt, hat in diesem Jahr ein Kulturfestival der besonderen Art auf die Beine gestellt – die KulTour. Das Motto ist bestechend einfach, es gibt Veranstaltungen jede halbe Stunde, die jeweils 15 Minuten dauern. Danach kann man gemütlich zum nächsten Veranstaltungsort gehen.

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Gott ist tot?

Gibt es Gott? Oder nicht? Diese Frage treibt die Menschen schon seit langer Zeit. Ein Freund von mir, Tobias Grimbacher, hat sich dieser Frage ausführlicher gewidmet als ich es je tun werde und daraus ein Buch gemacht. Sechs Figuren treffen sich an der Bar und diskutieren über Gott. Und ich werde bei der Buchvernissage und -präsentation eine dieser Rollen lesen, ironischerweise einen Bischof. Denn ich bin schon vor einiger Zeit aus der Kirche ausgetreten. Weiterlesen →

Tod eines Handlungsreisenden

Auf 3sat sah ich heute die Schlöndorff-Verfilmung des Theaterklassikers von Arthur Miller, ein bewegendes Drama über die Abgründe des amerikanischen Traums.

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William Shakespeare – König Lear

Das erste Mal hörte ich von König Lear von meinem Englischlehrer Johannes Bonk, der sich immer wieder in der schulischen Theater-AG engagierte. In der Aula unseres ehrwürdigen Schulgebäudes in der Kretschmerstraße gab es eine Vorführung, nicht direkt das Stück, sondern davon inspirierte Szenen. Ich sehe noch die Landkarte vom geteilten Reich vor mir. Das war also der erste Kontakt mit diesem Stoff. Der beste Weg zum Kennenlernen von Theaterstücken ist es, sie gemeinsam mit Freunden zu lesen. Weiterlesen →

Julinarisches

Der Titel verrät es schon – Wortjongleure laden ein, verbinden gastronomischen Genuss mit dem Sommermonat Juli. die aus zürich sind eine Gruppe von Autorinnen und Autoren, die sich regelmäßig treffen, um ihre selbst verfassten Text zu diskutieren und in Schreibübungen neuen Ideen eine Form zu geben. Und gelegentlich stellen sie ihre Werke der Öffentlichkeit vor. Die Autoren trugen ihre Texte in zwei Blöcken vor, Lyrisches wurde zwei mal gelesen. Das Thema der meisten Texte war Essen, das Programm in Form einer Speisekarte formuliert. Weiterlesen →

Rainer Maria Rilke – Was mich bewegt

Man muss den Dingen Die eigene, stille, ungestörte Entwicklung lassen, die tief von innen kommt, und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann; alles ist austragen – und dann Gebären… Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht, ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch! Aber er kommt nur zu den Geduldigen, die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, Weiterlesen →

Henrik Ibsen – Ein Volksfeind

Am nächsten Donnerstag findet bei mir die nächste szenische Lesung statt, wir widmen uns dem Drama Ein Volksfeind von Henrik Ibsen. Das Stück handelt von einem Badearzt, der entdeckt, dass giftige Stoffe durch die Zuflüsse ins Bad gelangen. Er verlangt die sofortige Sanierung. Die Mächtigen der Stadt sind jedoch angesichts der hohen Kosten wenig begeistert und verweigern sich dem Vorhaben. Es beginnt ein Kampf um die Wahrheit, bei dem der Arzt schließlich alle gegen sich hat, er wird zum Volksfeind. Weiterlesen →

Die Heldenreise als Grundmuster von Erzählungen

Das Erzählen von Geschichten ist eine uralte Tradition, sie zu hören und mitzuerleben ein Grundbedürfnis des Menschen. Doch was macht eine gute Geschichte aus? Im Grunde sind die meisten Erzählungen nach dem gleichen Muster aufgebaut, der Heldenreise, dies fand Joseph Campbell durch die Analyse unzähliger Mythen heraus.

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William Shakespeare – Macbeth

Am Donnerstag lasen wir in erlesener Runde einen weiteren Klassiker – Macbeth von William Shakespeare. In diesem Artikel möchte ich gern meine Eindrücke festhalten. Wir entschieden uns für die Übersetzung von Frank Günther, welche eher treu als schön ist. Schiller versuchte sich auch daran und legte mehr Wert auf schöne Sprache.

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Jonathan Safran Foer – Tiere essen

Man kann dieses Buch nicht so recht einordnen. Es ist autobiografisch, enthält viele Zahlen zum Thema, schildert kriminalistische Augenzeugenberichte von den Zuständen in Tiermastanlagen und Schlachthäusern, nutzt typografische Mittel für Denkanstöße und lässt auch die Fürsprecher der Fleischproduzenten zu Wort kommen. Und diese Collage aus verschiedensten Gattungen funktioniert, das Thema wird abwechslungsreich von verschiedensten Perspektiven beleuchtet. Originell zum Beispiel die Einstiegsfrage, warum wir eigentlich keine Hunde äßen, bei den vielen Streunern käme eine ganze Menge Fleisch zusammen. Weiterlesen →