Leipziger Klimakonferenz

Regelmäßig richtet die Stadt Leipzig eine Klimakonferenz aus, um interessierten Bürger:innen Einblicke zu gewähren in die Klimaschutzmaßnahmen der Stadt und auch eine Beteiligung zu ermöglichen. Die Konferenz fand virtuell über Zoom statt, moderiert von Ralf Elsässer.

Verantwortlicher Bürgermeister der Stadt ist Heiko Rosenthal vom Dezernat für Umwelt, Klima, Ordnung und Sport. Er begrüßte die Teilnehmenden und stellte sich am Ende noch zwei kritischen Fragen.

Deutlich wurde, dass die Maßnahmen der Stadt in die richtige Richtung zielen, aber zugleich sehr langsam vorankommen und auf immense Widerstände treffen. Das größte Einzelvorhaben ist sicher der Ausstieg aus der Braunkohle (Kraftwerk Lippendorf). Dafür ist jedoch der Bau eines Gas-Kraftwerks geplant, welches jedoch nur einen fossilen Energieträger durch einen anderen ersetzt. Und genügend grüner Wasserstoff wird so schnell nicht bereit stehen, um damit eine Stadt zu heizen.

Ein anderes Thema ist der Ausbau von Solaranlagen auf Dächern kommunaler Gebäude. Auch hier gibt es positive Beispiele, aber wird noch lange dauern, bis das in der Breite angekommen ist. Von privatwirtschaftlichen und Wohngebäuden ganz zu schweigen, wo die Stadt ohnehin keinen direkten Einfluss hat.

Und so ist es gut, im Dialog zu bleiben und die Argumente auszutauschen, die mir auch langsam all zu bekannt vorkommen. Es geht mühsam voran im komplexen Verwaltungsapparat der Stadt, während der Klimawandel mit anhaltender Wucht weiter geht und das Leipziger Umland in eine immer wärmere und trockenere Gegend verwandelt.