Odenwald-Drehtag

Mein Großvater wäre stolz auf mich! Sein lange gehegter Traum, dass ich eines Tages in seine weidmännischen Fußstapfen treten würde, ging heute zumindest für einen Drehtag in Erfüllung. Mit Larissa Anton drehte ich eine Odenwälder Geschichte über einen Wilderer mit magischen Fähigkeiten.

Wilderer Urs
Wilderer Urs

Das Leben als Wilderer war nicht leicht. Denn sobald man ein Tier erlegt hatte, musste es schnell gehen. Der Schuss konnte nämlich den Förster anlocken, der mit Wilderern nicht zimplerlich umging. Aber zum Glück kannten die Wilderer das Gelände gut und konnten sich auch gut verstecken, verschmelzen mit der Umgebung. Das Drehbuch treibt dies auf die Spitze und lässt den legendären Wilderer Urs an einem Felsen verschwinden und sich später in einen Baumstumpf verwandeln.

Filmszene "Ausweiden"
Filmszene "Ausweiden"

Doch der Förster ahnt etwas und zeigt Urs, wer am längeren Hebel sitzt.

Begegnung mit dem Förster
Begegnung mit dem Förster

Wir waren viel unterwegs an diesem wolkigen Donnerstag. Die erste Einstellung war in Lindenfels an einem alten Torbogen. Die anderen beiden Drehorte lagen mitten im Wald, am Ende auf einer Kuppe mit kleinen Felsbrocken, die mich an die Sächsische Schweiz erinnerten.

Obwohl es nur wenige Einstellungen waren, hatten die es durchaus in sich. Mehrmals in wilder Flucht bergab zu rennen und sich hinter dem Felsen verstecken – das geht schon in die Knochen. Die Fertigstellung wird jetzt aber noch einige Monate in Anspruch nehmen, viele weitere Szenen sind durch die Kontaktbeschränkungen derzeit auch überhaupt nicht realisierbar. Im nächsten Jahr soll es dann die Premiere geben.