Vatertag

Raus aus der Wohnung, in der ich nun ständig bin, durch Heimarbeit, raus auf den Sieben-Hügel-Steig, eine kleine Wanderung von meiner Haustür nach Eberstadt zur Wartehalle.

Blätter im Gegenlicht
Blätter im Gegenlicht

Sommerlich-trocken ist es im Wald, ich atme tief, grünes Licht um mich, das Schattenspiel der Blätter, leichtes Windrauschen, das allgegenwärtige Summen der Insekten. Ab und zu eine Gruppe von Männern, definitiv mehr als zwei Haushalte, aber hier im Wald ist keiner da zum Kontrollieren, und die Pandemie gefühlt überstanden, die Freunde lange nicht mehr gesehen. Auf der Ludwigshöhe laute Musik von einem Tisch, freie Plätze nur noch in der Sonne, der Blick schweift bis zu den Hochhäusern in Frankfurt, ich halte mich nicht lange auf, gehe weg vom Lärm und Menschenmassen, über die Streuobst-Hügel von Eberstadt, einige Mountain-Biker rauschen vorbei.

Turm auf der Ludwigshöhe
Turm auf der Ludwigshöhe

Am Ende ein Eis, nur mit Maske und allein darf ich den Laden betreten, zwei Kugeln gönne ich mir, wieder ein Platz an der Sonne, bevor die Straßenbahn mich zurück bringt, natürlich mit Maske drinnen. Mein Gegenüber trägt die Maske eher lässig, die Nase ist nicht bedeckt, als er laut zu telefonieren beginnt ohne Maske, sage ich etwas, er setzt die Maske wieder auf und spricht leiser weiter. Eine abstrakte Gefahr, außerdem sehr wenige aktive Fälle in Darmstadt, aber es bleibt ein mulmiges Gefühl in geschlossenen Räumen oder Straßenbahnen.