Blutspenden

Ich kann mich noch gut an meine erste Blutspende erinnern, als Zivildienstleistender war das im Juni 1999. Ein Freund hatte mich überredet, und so gingen wir ins Dresdner Blutspendezentrum des DRK, damals in der Fiedlerstraße gleich beim Uniklinikum. Einige Male habe ich dann noch gespendet, stets gab es einen Imbiss am Ende als Belohnung. An diese Tradition wollte ich jetzt anknüpfen und fand mich ein an der Orangerie in Darmstadt-Bessungen, einem sehr schönen Gebäude mit Blick auf den Park.

Die Blutspendetermine des DRK in Darmstadt finden regelmäßig statt, eine Terminreservierung war jedoch in Corona-Zeiten notwendig. Alternativ gibt es am Marktplatz ein permanent geöffnetes Blutspendezentrum der Gesellschaft für transfusionsmedizinische Dienste.

Gleich am Eingang kramte ich meinen alten DRK-Spenderausweis hervor, sie fanden jedoch eine ganz andere Person unter dieser Nummer. Es stellte sich heraus, dass das DRK regional aufgeteilt ist, meine sächsische Nummer war hier einer anderen Person zugeordnet. Ich wurde schließlich als hessischer Erstspender erfasst, machte meine Kreuzchen, kriegte einen Fingerpieks zur Hämoglobin-Bestimmung, unterhielt mich mit einer Ärztin und wurde dann vorgelassen zu den Liegen. Es war alles in einem großen Raum, ein Ballsaal im prächtigen Orangerie-Schloss. Dann kam der Stich der größeren Nadel und ein halber Liter floss in den Beutel. Es ging mir gut dabei, hatte keine Kreislaufprobleme und stand dann relativ flott wieder auf. Den Abend ließ ich es ruhig angehen, sportliche Aktivitäten soll man unmittelbar nach der Spende meiden.

Ich kann das nur empfehlen, Blut wird immer gebraucht und vielleicht ist man selbst auch mal in der misslichen Lage, ein paar Konserven zu benötigen.