Pikieren

Auch in diesem Jahr bin ich wieder mit einer diesmal kleinen Parzelle beim Oberfeld-Saisongarten dabei. Und als Steigerung zum letzten Jahr beteilige ich mich diesmal auch am Vorziehen von Fruchtgemüsepflanzen, in meinem Fall die Paprikasorte Pusztagold.

Nach der Anzucht auf der Fensterbank war es nun der Zeit, die kleinen Pflänzchen umzusetzen in eigene Töpfe mit mehr Platz (Pikieren). Dafür hatte ich mir extra spezielle Töpfe besorgt, die man dann einfach einpflanzen kann. Damit entfällt ein weiteres heikles Umsetzen. Denn das ist die Hauptgefahr beim Pikieren, dass die Wurzeln geknickt oder gar abgerissen werden, was das Ende der kleinen Pflanze bedeuten würde. Im Vorfeld hatte ich mir ein Anleitungsvideo angeschaut, denn ich habe das noch nie gemacht.

Im Baumarkt hatte ich mir auch ein Pikier-Set besorgt, aber an sich ist das nicht unbedingt nötig, ein Bleistift tut es genau so. Aber so war alles vorbereitet, die Aussaatschale und die Töpfe, gefüllt mit Pflanzenerde.

Vor dem Pikieren
Vor dem Pikieren

Vorsichtig grub ich rings um die kleinen Pflänzchen die Erde weg, die Wurzeln waren auch schon mehrere Zentimeter lang und davon sollte ja ein Großteil erhalten bleiben. Einmal zu früh oder zu kräftig ziehen – vorbei. Ich nehme die sechs Pflänzchen, die schon am weitesten gewachsen sind, gesät hatte ich an ein gutes Dutzend Samen. Aber auf dem Feld können wir ja ohnehin nur ein-zwei Paprikapflanzen unterbringen.

Mit dem Pikierstock steche ich nun ein Loch in den Topf, lasse die Pflanze hineinrutschen, schiebe die Erde wieder zusammen, damit die Pflanze etwas Halt findet. Man soll auch bisschen tiefer in den Boden als vorher, für einen gute Stabilität.

Die pikierten Paprikapflanzen
Die pikierten Paprikapflanzen

Am Ende noch vorsichtig angießen und auf die Fensterbank. Hier können die kleinen Racker weiter wachsen, später geht es dann auf den Balkon zum Gewöhnen an die Temperaturschwankungen.