Winterurlaub in Arosa

Eine Woche Urlaub in den schneebedeckten Schweizer Bergen – da konnte ich nicht widerstehen. Das Angebot von Frosch Sportreisen war äußerst verlockend, Busan- und -abreise ab Frankfurt-Flughafen, Unterkunft, Halbpension, Skiausleihe, Skipass und mehr als 40 Gleichgesinnte im ungefähr gleichen Alter.

Der Abfahrtsort hieß P36, ein magischer Name, irgendwo am Frankfurter Flughafen. Ich nahm den letzten Airliner von Darmstadt, erreichte das Terminal 1 um Mitternacht. Von hier waren es noch 500 Meter, aber wo war nur der Weg? Straßen überall, an Fußgänger wurde da zuletzt gedacht. Da fiel mein Blick auf den Flughafenbus, welcher die Terminals verbindet und zwischendurch am P36 hält – wie praktisch. Jetzt hieß es nur noch gut 50 Minuten warten, bis um 1 Uhr der ersehnte Bus kommen sollte. Zwei Busse standen auch schon auf diesem Fernbusparkplatz, einer von Flixbus, der andere von BlaBlaBus. Ungewohnter Anblick, bin ich doch meistens mit der Bahn unterwegs. Ich unterhielt mich noch mit zwei Wartenden, die nach Warschau wollten, sie Brasilianerin, er Ägypter, die Welt im Kleinen versammelt am P36.

Nach einem Bus von E&P-Reisen nach Lenzerheide und einem von Frosch nach Saalbach tauchte dann endlich der richtige Bus auf, mit leichter Verspätung. Die Busfahrer nahmen das Gepäck in Empfang, auch meine Skier fanden ihren Platz hinten. Nach dem Einsteigen empfingen mich müde Gesichter, teilweise von Schlafmasken bedeckt. Freude sieht anders aus, aber nach einigen Stunden Fahrt von Münster über Essen und Köln konnte ich das auch verstehen. Also suchte ich mir ein Plätzchen, warnte eine Mitreisende vor den Roaming-Gebühren in der Schweiz und versuchte ein wenig zu schlafen.

An einem Parkplatz in Österreich verließen uns an die zehn Leute, die nach Ischgl umstiegen. Wir kamen dann etwas später in Chur am Bahnhof an, die letzte Etappe legten wir mit der Rhätischen Bahn zurück. Erst kurz vor Arosa begann es draußen weiß zu werden, also gab es doch Schnee. Und so nutzte ich die Chance, gleich an diesem sonnigen Samstagnachmittag auf die Piste zu gehen, nach langer Abwesenheit.

Auf der Piste von Arosa
Auf der Piste von Arosa

Es ging so weiter, sonnige Tage, am Dienstag Neuschnee. Deshalb verlegte ich mich in der zweiten Hälfte mehr auf den Langlauf, was aber auch sehr gut möglich war in Arosa. Der Skibus fuhr Richtung Prätschli an der Loipe direkt vorbei, die beiden kurzen Loipen begannen am Abschlagsplatz des Golfclubs. Beide zwei Kilometer lang, perfekt zum Einstieg. Ich wagte dann auch die längere Loipe Prätschalp, landschaftlich sehr schön, aber auch mit einem langen Anstieg und drei extra ausgeschilderten gefährlichen Abfahrten.

Unterwegs auf der Prätschalp-Loipe
Unterwegs auf der Prätschalp-Loipe
Gefährliche Abfahrten auf der Loipe
Gefährliche Abfahrten auf der Loipe

Am letzten Tag schnappten wir uns dann die Schlitten, mit dem Bus ging es rauf zum Startpunkt der Schlittelbahn (Prätschli). Drei mal rodelten wir ins Tal, die Bahn ist erst sehr einfach, wird dann aber am Ende immer steiler und verlangt gute Kurven- und Bremstechnik.

Schlittenfahren am letzten Tag
Schlittenfahren am letzten Tag

Eine Woche weißer Wintertraum, Adrenalin beim Alpinskifahren, Schweiß beim Langlaufen und viele schöne Gespräche mit total verschiedenen Leuten. Waren sie auf der Hinfahrt noch Fremde, kannte man die meisten dann rückzu doch ein bisschen.