Ljubljana

Die Hauptstadt mit dem schwierigen Namen machte sich schon bei der Anfahrt bemerkbar. Die Autofahrer wurden sichtlich nervöser und fuhren extrem dicht auf. Einer hupte sogar und fuhr gefühlte 20cm hinter mir, weil ich es wagte, die linke Spur für ein längeres Überholmanöver zu belegen. Die Stadt selbst war dann ein sehr schönes Erlebnis, schöne Altstadt entlang eines Flusses – ach Darmstadt! –, ausgedehnte Fußgängerzone, Festungshügel, Gastronomie.

Abendlicher Aufstieg zur Festung
Abendlicher Aufstieg zur Festung

Etwas spät waren wir dran zum Sonnenuntergang auf der Festung, aber auch der Weg hinauf war voller schöner Ausblicke. Schon während des Abendessens im Freien hörten wir die Geräusche einer Sportübertragung in der Nähe. Und wenig später sahen wir es mit eigenen Augen – Public Viewing für Volleyball! Die slowenische Mannschaft spielte gegen Polen im Halbfinale der Europameisterschaft, das Spiel selbst fand sogar in Ljubljana statt, jeder Ballgewinn wurde frenetisch gefeiert. Undenkbar in Deutschland, die deutsche Mannschaft war auch schon vorher an den Polen gescheitert. Im Finale reichte es dann leider nicht ganz, die serbische Mannschaft gewann.

Festungsturm am Abend
Festungsturm am Abend

Am nächsten Morgen besuchte ich noch das Museum der Neueren Geschichte, welches die Zeit von 1900 bis ins Heute umfasst. Es begann mit dem Status Sloweniens innerhalb Österreich-Ungarns, dann das Attentat in Sarajevo, Erster Weltkrieg, Neuorientierung nach dem Zusammenbruch des Habsburgerreichs, Zweiter Weltkrieg, Gründung Jugoslawiens unter Tito, Zerfall und Unabhängigkeitserklärung Sloweniens 1991, 10-Tage-Krieg, Etablierung als slowenische Nation.

Museum der Neueren Geschichte
Museum der Neueren Geschichte