Straßenwahlkampf für Anfänger

Bald ist es soweit, Wahlkampfzeit. Am 26. Mai wird auf europäischer Ebene gewählt, so dass mein erster Wahlkampf als Parteimitglied ansteht. Aber wie macht man das? Schon komisch die Vorstellung, da an einem Wahlkampfstand zu stehen und Leute anzusprechen. Zum Glück gab es heute einen Wahlkampf-Kurs mit Matthias Sprekelmeyer.

Ganz wichtig war die Erkenntnis, dass Wahlkampf aus kurzen, positiven Begegnungen besteht. Keine langen Diskussionen, sondern einfach auf die Europawahl am 26. Mai hinweisen und einen Flyer der Grünen überreichen. Nicht mehr erwarten, dadurch einen kurzen, nicht nervenden Kontakt herstellen. Falls Rückfragen kommen, kann man gern darauf eingehen, aber am Ende geht es darum, möglichst viele Leute anzusprechen. Mit dem Hinweis auf den Wahltag steht man auf einer sicheren Basis des demokratischen Systems, dem hoffentlich vorhandenen gemeinsamen Nenner aller Bürgerinnen und Bürger.

Am Ende wird man ohnehin nur die Leute positiv beeinflussen können, die den Grünen gewogen sind. Überzeugen wird man die Anhänger anderer Parteien schwerlich. Mobilisieren der eigenen Wählerschaft, darum geht es.

Klingt einfach, viel einfacher, als ich mir das vorgestellt hatte. Ich dachte schon, mir stundenlange Diskussionen zu allen relevanten Wahlkampfthemen liefern zu müssen, oder auf total spezifische Fragen antworten können zu müssen. Aber falls so was kommt, lässt sich die Diskussion leicht auf einen späteren Termin vertagen oder auf die Experten in der eigenen Partei verweisen.