Der Diener zweier Herren

Wieder ein gelungener Theaterabend im Darmstädter Staatstheater, sehr kurzweilige Inszenierung von Der Diener zweier Herren von Carlo Goldoni. Das Stück stellt den Höhepunkt der Commedia dell’arte dar und wurde 1746 in Mailand uraufgeführt. Der Stoff ist schon etwas älter, eine Komödie der Irrungen und Verwechslungen.

Szenenbild
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Truffaldino ist der stets hungrige und leicht tapsige Diener von Beatrice. Diese hat sich als Mann verkleidet, um an Stelle ihres ermordeten Bruders Schulden in Venedig einzutreiben. Beatrice liebt Florindo, der beschuldigt wird, ihren Bruder getötet zu haben. Truffaldino trifft nun durch Zufall auch Florindo und tritt auch in seine Dienste. Nun geschehen zahlreiche Verwechslungen und Komplikationen, bevor sich am Ende alles zum Guten wendet.

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Die Inszenierung lebt von schrillen Kostümen, überzeichneten Figuren und zahlreichen zeitgenössischen Anspielungen. Clarice, das Püppchen, überrascht mit einem flammenden feministischen Plädoyer, der Diener jongliert mit allem, was ihm in die Finger kommt und bemerkt, dass er auf der falschen Seite abgegangen ist, Florindo stapft herrlich hölzern über die Bühne, ein Pudel rennt gelegentlich von einer Seite auf die andere, Slapstick-Fans kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten. Die Figuren nehmen sich nicht allzu ernst, stolpern flott in alle Verstrickungen und haben sich dann auch wieder alle lieb.