Heilfasten

Schon zu Studienzeiten unternahmen Freunde von mir gelegentlich eine Fastenwoche. Ich schloss mich da nie an, war skeptisch, ob das wirklich was bringt. Denn der Körper kann ja Giftstoffe auch selbst ausscheiden, da muss man nicht noch fasten. Auch der Gedanke an Schlacken, die sich angeblich im Darm ansammelten, kam mir reichlich suspekt vor. Durch Zufall und Langeweile – seit einigen Tagen kuriere ich eine Erkältung aus – entdeckte ich heute eine arte-Dokumentation mit dem Titel Fasten und Heilen, die noch bis zum 5. März in der Mediathek abrufbar ist.

Obwohl Fasten schon eine lange Tradition als Therapie bei bestimmten Erkrankungen hat, spielt es heutzutage in der Schulmedizin keine große Rolle. Denn es erscheint einfach unlogisch, dass ein geschwächter Patient auch noch die Nahrungsaufnahme sein lässt und damit zusätzlichen Stress heraufbeschwört.

Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass Fasten bei einigen Zivilisationskrankheiten (Bluthochdruck, Diabetes, Migräne, Rheuma, Neurodermitis) sehr vielen Patienten hilft, vielen auch dauerhaft. Sogar bei der Krebstherapie kann Fasten zu einer besseren Verträglichkeit und besseren Resultaten führen. Groß angelegte Studien stehen leider noch aus, da sich vom Fasten kein Pharma-Konzern große Gewinne erhofft. Und die sehr umfangreichen Studien von sowjetischen Ärzten, allen voran Juri Nikolajew, liegen nur in russischer Sprache vor.

Ein spannender Anstoß, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Vielleicht probiere ich das dieses Jahr mal aus.