Edinburgh

Edinburgh war der Endpunkt unserer Reise, die altehrwürdige Hauptstadt Schottlands. Hier war ich vor vielen Jahren schon einmal gewesen, als wir 1997 im Jugendparlament mit anderen europäischen Jugendlichen Resolutionen diskutierten. Aber so richtig sprang meine Erinnerung nicht an, die Burg hatten wir vermutlich besucht, als Tourist war ich einfach an anderen Orten.

Blick auf das Edinburgh Castle
Blick auf das Edinburgh Castle

Die Burg mit der anschließenden Royal Mile bildet das Zentrum der Stadt. Entlang dieser prächtigen Straße befinden sich lauter prächtige Häuser, Kirchen und Paläste, jedoch spürt man auch die Enge, welche durch den früher begrenzten Platz innerhalb der Stadtmauern gegeben war. Und so gehen links und rechts der Hauptstraße enge Gassen hinunter, in die früher die Abwässer der Bewohner gegossen wurden und einträchtlich vereint in einen großen Kloakensee flossen. Heute ist dort ein Park.

Museum of Scotland
Museum of Scotland

Spannend für mich war vor allem das Geschichtsmuseum, welches auf sieben Stockwerken die schottische Geschichte nachzeichnet. Ein wichtiges Dokument für die Schotten ist die Erklärung von Arbroath aus dem Jahr 1320, die weltweit älteste Unabhängigkeitserklärung. Das bekannteste Zitat daraus ist:

Quia quamdiu Centum ex nobis viui remanserint, nuncquam Anglorum dominio aliquatenus volumus subiugari.
Niemals, solange auch nur einhundert von uns überleben, wird man uns zu welchen Bedingungen auch immer unter englische Herrschaft bringen.
Declaration of Arbroath
Declaration of Arbroath

Spannend war dann auch das oberste Geschoss mit der aktuellen Geschichte. Dort kamen auch viele Schotten zu Wort, die beschreiben sollten, was für sie typisch schottisch ist. Da fielen vor allem Direktheit, Unverstelltheit, Gastfreundschaft, Findigkeit, Ausdauer. Was viele nicht so mochten an ihrer Heimat – das Wetter und die Trinkgewohnheiten.