Dunnottar Castle

Für mich die schönste Burgruine weltweit – Dunnottar Castle. Schon die Lage ist ein Traum, auf einer felsigen Halbinsel direkt an der Nordseeküste, zugänglich nur von einer schmalen Landzunge. Viel steht nicht mehr, aber im aufwändig restaurierten Drawing Room (Rückzugsraum, nicht etwa Zeichensaal) werden Ehen geschlossen und eine Ausstellung zeigt die Geschichte der schottischen Kronjuwelen.

Blick über den Hafen von Stonehaven
Blick über den Hafen von Stonehaven

Unser Busfahrer brachte uns nach Stonehaven, einer malerischen Kleinstadt an der Küste. Wir flanierten zum Hafen, von hier aus begann ein wunderschöner Küstenwanderweg zum Dunnottar Castle.

Dunnottar Castle
Dunnottar Castle

Schon nach dem ersten Anstieg tauchte es auf, eine ganze Halbinsel mit Ruinen, rechts der gut erhaltene Wachturm am Eingang der Burg.

Burgruine mit Möwe
Burgruine mit Möwe

Der Eintritt zur Burg kostete £7, dafür konnte man sich frei bewegen und die Ruinen erkunden. Wir wurden Zeugen einer schottischen Hochzeit mit Dudelsackspieler. Dadurch war der Drawing Room leider belegt, so dass wir uns zuerst in einem anderen Raum mit den schottischen Kronjuwelen beschäftigten, welche auf der Burg vor Oliver Cromwell versteckt wurden.

Hochzeitsfeier im Dunnottar Castle
Hochzeitsfeier im Dunnottar Castle

In einem Verlies der Burg spielte sich 1685 ein weiteres Drama ab. 167 Protestanten, die sich dem König widersetzten, wurden hier auf engstem Raum eingesperrt. 37 widerriefen, von den restlichen überlebten nur wenige durch Flucht oder nach langer Seefahrt in die Kolonien.

Whig's Vault, Verlies für 167 aufständische Protestanten
Whig's Vault, Verlies für 167 aufständische Protestanten

Für mich war Dunnottar Castle einer der Höhepunkte der Schottland-Reise. Es war das Gesamterlebnis mit Küstenspaziergang, allmählichem Näherkommen, traumhafter Lage, kreisenden Möwen, Geschichtsausflügen und freiem Erkunden der Ruinen. Sehr zu empfehlen!