Rosen-Premiere

Ein schöner Abend – die Premiere von Der Name der Rose war ein voller Erfolg, vor knapp 150 Zuschauern trug ich als Venantius, namenloser Mönch und Soldat zum Gelingen dieses Abends bei.

Vorbereitungen

Der Abend begann für mich bereits kurz nach 17 Uhr mit Vorbereitungsarbeiten. Denn es wird nicht nur Theater gespielt, sondern die Gäste erhalten in der Stunde vor der Vorstellung und während der Pause auch Getränke und Essen. Und das bedeutet einen immensen Aufwand, der jedoch durch die vielen Mitwirkenden einigermaßen gut zu bewältigen ist. In der Küche waren vier Leute mit der Zubereitung der Speisen beschäftigt, bei den Getränken auch jemand, im Service alle mitwirkenden Schauspieler und Statisten, für die Premiere sogar noch ein ehemaliger Statist mehr. Es ist ziemlich eng im Kellnerflur, einmal kam noch eine Dame mit Glutenunverträglichkeit dazu und wollte die Nudelpackung sehen, was den Betrieb gehörig aufhielt.

Ich war für einige Tische in der Mitte zuständig, war aber vom Aufnehmen der Bestellungen befreit. Für das reibungslose Funktionieren gibt gibt es ein papierbasiertes System mit Bestellzetteln. Von diesem Zettel müssen nun aber bestimmte Posten – Speisen, Pausen-Kaffee, Dessert – auf Klebezettel übertragen werden. Die Getränke erhält man dann an der Bar, Wasser- und Bierflaschen stehen direkt bereit.

Zum Glück ist es nur eine Stunde vor der Vorstellung und eine halbe während der Pause, ich bewundere die Menschen, die das den ganzen Tag machen. Und danach sollte man ja noch einigermaßen fit sein für die Aufführung.

Aufführung

Um 20 Uhr begann dann die Aufführung. Durch die vielen Durchläufe waren wir hinreichend sicher und routiniert. Trotzdem waren ein paar Sachen anders, die Säulen standen in einigen Szenen nicht ganz dort, wo sie stehen sollten. Allgemein war das Umräumen schwieriger, da es vollkommen dunkel war, irgendwie gab es bei den Proben doch noch eine Spur Restlicht, so dass man die Säulen zumindest schemenhaft erkannte. Bei der Premiere war das nicht mehr möglich, es blieben nur die beiden Leuchtaufkleber an den Füßen, von denen jedoch auch einige auf dem Boden kleben.

Das Publikum schien gut unterhalten, die Witze kamen gut an, es gab immer wieder Szenenapplaus. Und am Ende wollten sie gar nicht mehr aufhören mit Klatschen, wir kamen zwei- oder dreimal zurück zum Verneigen.

Fazit

Verglichen mit meinen bisherigen Theatererfahrungen im Amateurbereich war diese Produktion mit deutlich mehr Probe- und Vorbereitungsaufwand verbunden. Ich war ab dem 22. März jeden Abend in Arheiligen, also zehn Abende in Folge. Das war bei allen vorangegangenen Produktionen anders, da war es meist die eine Woche vor der Premiere, die vollgepackt war. Aber der Anspruch ist ein höherer, der Ablauf komplexer für alle Beteiligten, die Technik war schon wesentlich früher dabei. Die meisten Beteiligten haben eine Ausbildung, was ein anderes Arbeiten ermöglicht und sich natürlich auch auf das Endresultat auswirkt.