EUMETSAT

Wer kennt sie nicht, die Satellitenbilder mit Wolkenbändern aus dem Wetterteil der Nachrichten. Doch wo werden eigentlich die europäischen Wettersatelliten gesteuert? Interessanterweise in Darmstadt, bei der EUMETSAT. Hier kommen die Daten an von den derzeit acht Satelliten, die da oben kreisen bzw. geostationär scheinbar stillstehen.

METEOSAT-Modell

Die Meteosat-Satelliten liefern unter anderem die Wolkenbilder, und das alle 15 Minuten (volle Kreisfläche) bzw. alle 5 Minuten (Ausschnitt mit Europa und Mittelmeer). Sie befinden sich über dem Äquator in 36’000 km Höhe in einer geostationären Umlaufbahn. Sie rotieren um ihre Längsachse, so dass verschiedene Instrumente Aufnahmen machen können. Damit werden auch Unwetterprognosen erstellt, so dass nach Möglichkeit Schäden eingedämmt werden können.

Die Kosten für eine Mission, also die Entwicklung, den Start und den Betrieb eines Satelliten belaufen sich auf stolze 2,7 Milliarden Euro. Dem gegenüber steht der Nutzen durch Unwetterprognosen, und natürlich das sehr nürzliche Wissen, ob man abends einen Regenschirm braucht oder welche Kleidung für den Ibiza-Urlaub am besten ist.

Metop-Satelliten-Modell

Im Gegensatz zu den recht kleinen Meteosat wirken die Metop-Satelliten riesig. Und sie kreisen in polaren Umlaufbahnen in knapp 1000 Kilometer Höhe über der Erde. Damit können Wetterdaten weitaus präziser erfasst werden, was die Qualität numerischer Wettervorhersagen erheblich verbessert hat.

Jason-Satelliten-Modell

Das letzte Modell im Garten war der Jason-Satellit. Dieser kann die Meerhöhe sehr präzise bestimmen.

Den Abschluss der Führung bildete ein Besuch des Kontrollraums, also eines Raums mit Ausblick zum zweigeschossigen Kontrollraum. Dort war gerade recht wenig los, zwei Leute schoben gelangweilt Dienst. Und das entspricht wohl auch dem Alltag, weil meist alles reibungslos funktioniert und nur bei ungewöhnlichen Situationen eingegriffen werden muss.