Hamburg-Besuch

Obwohl ich schon einige Male in der Hansestadt an der Elbe war, entdeckte ich auch dieses Mal überraschend Neues, vor allem natürlich die wachsende Vitalität meiner Nichte.

Gemeinsam besuchten wir das Miniatur-Wunderland, die größte Modelleisenbahn-Landschaft, die ich je gesehen habe. Auf zwei Stockwerken gab es Themenwelten wie Amerika (Grand-Canyon-Monument-Valley-Florida-Las-Vegas), Schweiz (Matterhorn-Bellinzona-St.-Moritz-Berge-Seen-DJ-Bobo) und Skandinavien (Nord-Ost-See-Leuchtturm-Ostseebrücke). Es war schön anzuschauen, viel Liebe zum Detail, ab und zu wurde es Nacht, Feuer brannten, Schiffe fuhren herum, ein Space-Shuttle landete, so viele kleine Szenen auf den Straßen und Gleisen.

Auch das wahre Ausmaß der Speicherstadt, der alten Backsteinhäuser an den Kanälen nördlich der Elbe, erschloss sich mir erst dieses Mal, als wir mehrere ausgedehnte Spaziergänge dort machten.

Und sogar das Nachtleben erkundeten wir bei einer improvisierten Schnitzeljagd, die uns zum Aurel führte, zum Duckstein-Festival beim Internationalen Maritimen Museum, zum Freiluftkino vor dem Rathaus und schlussendlich zur Roten Flora mitten im Schanzenviertel.

Aber der architektonische Höhepunkt war der Anblick der äußerlich fertiggestellten Elbphilharmonie. Sicher war das Teil zu teuer und hat ewig gedauert – aber welche Augenpracht! Unten das Backsteinfundament, angelehnt an die ortsübliche Bausubstanz, oben der gläsern-luftig-geschwungene Aufbau mit gewölbten Fensterscheiben, weithin sichtbar als neues Wahrzeichen der Stadt, ich war begeistert.