Theater als Wahrheit des Augenblicks

Porträt von William Shakespeare

William Shakespeare (Chandos-Porträt)

Derzeit gedenken viele Theaterenthusiasten des wirkungsmächtigsten Dramatikers aller Zeiten,

William Shakespeare.

Spiegel Online geht der Frage nach, Was uns Shakespeares Worte heute noch sagen, mit seinen besten Szenen und einer kurzen Analyse.

Auch die ZEIT darf nicht fehlen im Reigen der Erinnerung, mit Die Nussschalenkönige. Aus diesem Artikel stammt auch das Brooke-Zitat, welches sehr gut die Doppelbödigkeit des Theaters beschreibt, und auch die Herausforderung als Schauspieler, völlig aufzugehen im Augenblick, obwohl man genau weiß, was kommt und dass es Fiktion ist.

Ich glaube, wir leben von den Wahrheiten des Augenblicks. Und das ist dem Theater eingeprägt: die Möglichkeit, im selben Augenblick zu glauben und nicht zu glauben. Echtes Theater verfügt über diese Qualität. Der Schauspieler glaubt absolut an das, was er da auf der Bühne tut – und zugleich glaubt er nicht im Mindesten daran. Glauben und Nichtglauben im selben Moment – darum dreht sich das Theater. Deshalb kann es für Momente ein wahreres Bild des menschlichen Lebens geben als das Leben selbst. Theater versetzt uns in die Lage, die Dinge genauer zu sehen mittels seiner Doppelbelichtung.

Peter Brook