Das einzig Wahre – Abgesang

Das einzig wahre Ensemble

Das einzig wahre Ensemble

Das einzig Wahre war eine schöne Produktion, die vor einer Woche mit der vorerst letzten Aufführung im GZ Buchegg zu Ende ging. Der anspruchsvolle Text von Tom Stoppard, der um Beziehungen, Treue, Literatur und Kompromisse kreist, hat uns seit letzten September beschäftigt. Mein persönlicher Beitrag war zum Einen die Rolle des Henry, eines gewitzten Schriftstellers, der sich im Lauf des Stückes vom arroganten Snob zum gereiften Snob entwickelt. Zum Anderen war unsere Regisseurin nicht bei allen Proben dabei, so dass einige Szenen durch mich als Co-Regisseur inszeniert wurden. Somit war ich dann doch bei allen Proben dabei und wechselte munter zwischen Schauspiel und Regie. Und neben dem Bühnengeschehen kümmerte ich mich um die Homepage, die Videos für den Fernseher, kaufte die beiden Designer-Stühle und die Sofadecken und -kissen, gestaltete das Plakat – es kommt halt doch einiges zusammen bei so einer Produktion. Aber das größte Opfer war der temporäre Verlust meines Fernsehers und meiner schönen Wohnzimmer-Stehlampe, welche zum Teil des Bühnenbildes wurden.

Von den Zuschauerzahlen konnten wir nicht ganz an die vergangenen Erfolge mit der Biografie (Max Frisch) und dem idealen Gatten (Oscar Wilde) anknüpfen. Das liegt sicher zum großen Teil an der mangelnden Bekanntheit des Autors, was bei Max Frisch natürlich etwas ganz anderes war. Aber das ist ja der große Vorteil am Amateurtheater, wir können die Stücke machen, die uns interessieren – auch wenn sie kommerziell nicht ganz so erfolgreich sind.

Doch jetzt ist alles wieder am richtigen Platz, und plötzlich ist es so ruhig. Und so werde ich mich jetzt wieder meiner Liebsten, meinen Freunden und dem Sport widmen – im Mai winkt die nächste SOLA-Stafette.