Go Kart

Zum zweiten Mal in meinem Leben bestieg ich einen dieser kleinen Flitzer. Erinnerungen wurden wach an meine kurze Zeit der Formel-1-Begeisterung in den späten 90er Jahren. Ayrton Senna war tödlich verunglückt, Michael Schumacher nach zwei Weltmeister-Titlen mit Benetton zu Ferrari gewechselt, Heinz-Harald Frentzen erhielt eine Chance bei Williams, dem damals besten Team.

Und dann saß ich in dieser kleinen Rennmaschine, angetrieben von einem Elektromotor. Erst vorsichtig, dann immer schneller fegte ich um den Parcours. Groß war es nicht dort, knapp 30 Sekunden dauerte eine Runde, wenn man einmal in Fahrt war. Überholen war praktisch unmöglich, wenn der andere nicht sehr kooperationswillig war. Aber es ging auch nicht um die Platzierung, sondern um die schnellste Runde, quasi Qualifying-Modus. Vier mal fuhren wir knapp zehn Minuten, ich wurde immer schneller. Irgendwann bremste ich nicht mehr, ging lediglich ein wenig vom Gas vor Kurven. War echt ein schöner Abend mit einer nichtalltäglichen Beschäftigung.