Budapest

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Ostern in Budapest – gesagt, getan. Ich hatte kein wirklich klares Bild von dieser Stadt vorher, es sollte schöne Architektur geben, aber sonst war ich bisher nicht wirklich mit der ungarischen Hauptstadt in Kontakt getreten. Meistens bin ich enttäuscht, wenn ich an Orten mit gutem Tourismus-Marketing lande, die Realität kann mit den schönen Katalogbildern oft nicht mithalten. In Budapest kam mir dann auch vieles vertraut vor, eine Mischung aus historischen, nach unzähligen Zerstörungen wieder aufgebauten Prachtgebäuden, sozialistisch anmutenden Tatra-Straßenbahnen, die sich sanft biegende Donau in der Mitte, Letscho, Paprikahuhn und Gulaschsuppe, vieles vertraut und ähnlich zu Dresden. Anders natürlich die Größe, Budapest war seit dem 18. Jahrhundert eine schnell wachsende Metropole und klare Hauptstadt des Königreiches Ungarn. Aber aus touristischer Sicht ist das nicht so entscheidend, da man nicht groß aus der Innenstadt herauskommt. Anders die Sprache, ich verstand kein Wort, aber alle kennen Englisch.

Spannend die Geschichte, römische Garnision, Wirren der Völkerwanderung, Grenzstadt des Osmanischen Reiches, 1686 von kaiserlichen Truppen zurückerobert, 1848 Ungarische Revolution, 1867 Ausgleich mit Österreich, 1918 Gebietsabtretungen nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg, Reichsverweser Horthy, Schlacht um Budapest im Zweiten Weltkrieg, sozialistischer Aufbruch, 1956 gescheiterter Aufstand, 1989 Wendezeit.