Fechten

Heute war die vorletzte Lektion des Anfängerkurses beim Fechtclub Zürich-Nord. Es ist immer noch anstrengend, wenn auch nicht mehr ganz so chaotisch wie am Beginn. Langsam klappen einzelne Paraden und Gegenangriffe, mein Fechtparnter hat mich dann sogar mit einem Sturzangriff (Flash) überrascht.

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In der Einzellektion mit der Lehrerin kamen dann auch wieder meine Verbesserungspotenziale zur Sprache – ich halte den Degen zu nah am Körper und den Unterarm im falschen Winkel. Ein geübter Fechter würde mich wahrscheinlich immer wieder dort erwischen. Und ich mache zu viel mit den Beinen, da kommen mir meine Volleyball-Bewegungsabläufe in die Quere, wo man wesentlich mehr mit den Beinen macht. Beim Fechten soll ich vergleichsweise statisch dastehen und bei einem Angriff nur meinen Arm ausstrecken, stattdessen tänzele ich immer vor dabei und biete damit meine Beine als Trefferfläche an. Das war beim Volleyball kein Problem.

Für mich neu ist die Erfahrung eines Zweikampfes, wenn auch nur sportlicher Natur ohne echte Verletzungsgefahr. Da steht jemand vor dir mit einem langen spitzen Degen und versucht dich zu erwischen. Das ist schon eine besondere Erfahrung. Wobei einem ja nichts passieren kann, es ist ein sportlicher Schlagabtausch, bei dem jeder mal schneller ist oder bei einem Angriff daneben trifft. Mit einem echten Degen sähe das Ganze dann schon anders aus, da kann ein Treffer des Gegners der Letzte sein. Und für die Bühne bräuchte man effektvollere Paraden als sie der Degen nahelegt, da machen sich Säbel besser.