Zurück in Huaraz

Die Reise von Tortugas nach Huaraz verlief völlig problemlos. Ich hatte in Tortugas ein Taxi bestellt, welches sich als ein Bekannter des Hostal-Mitarbeiters herausstellte. Er fuhr sowieso nach Casma und nahm mich für 20 Soles (knapp 6 EUR) mit. Ich wusste, dass es in Casma einige Busunternehmen gibt, die nach Huaraz fuhren und stellte mich auf Herumfragen und eine gewisse Wartezeit ein.

Huaraz, Peru

Doch kaum war ich aus dem Auto ausgestiegen, bedrängten mich einige Leute, ob ich nicht nach Huaraz fahren wolle. Für 30 Soles und sehr schnell. Ich willigte ein und landete in einem weiteren Privat-PKW, als fünfter und damit letzter Insasse.

Es erinnert mich an DDR-Zeiten, als persönliche Beziehungen noch essenziell waren, um seltene Waren oder Dienstleistungen zu bekommen. Und so ähnlich läuft das in Peru, frage einen beliebigen Menschen nach einer Mitfahrgelegenheit und er wird jemanden kennen und dich hinbringen. Man kennt sich und hilft sich, auch Fahren per Anhalter ist weit verbreitet.

Wie völlig anders ist da die Schweiz mit einem vorzüglichen öffentlichen Verkehrssystem. Wenn man einmal verstanden hat, wie man Tickets löst und Verbindungen sucht, braucht man keinen anderen Menschen mehr fragen, man kann allein loslegen, ist unabhängig. In Peru mit seinen Dutzenden Busunternehmen und ohne verbindliche Fahrpläne läuft das anders, aber ans Ziel bin ich bis jetzt immer gekommen.