Islas Ballestas

Die große Attraktion hier in Paracas sind ein paar menschenverlassene Inseln, auf denen sich Tausende Vögel, Seelöwen, Pinguine und anderes Getier tummeln. Früh um acht standen wir am Hafen bereit, zusammen mit vielleicht dreihundert anderen Touristen. Wir alle bestiegen dann in Gruppen von fünfzig Leuten die länglichen Schnellboote und stachen in See. Das Meer schien ruhig, aber bei unserem hohen Tempo wurden wir dennoch ziemlich durchgeschüttelt. Gelegentlich gab es einen intensiven Schlag, zum Glück hatten wir nur ein kleines Frühstück zu uns genommen.

Nach einer halben Stunde waren wir bei den Inseln angekommen, gemeinsam mit einer Handvoll anderer Boote. Wir setzten uns ein wenig ab und kamen immer näher an die Felsen heran. Tausende Vögel hockten an den Wänden, am Himmel flogen noch viele mehr. Es roch nach Guano, also Vogelexkrementen.

Vor der Erfindung des Kunstdüngers wurde Guano tonnenweise abgebaut und nach Europa verschifft. Es gab sogar mal einen Krieg um einige Guano-Inseln. Aber heute sind die Inseln ein Naturschutzgebiet, nur alte Holzkonstruktionen und Gebäude erinnern an die Zeit des Guanoabbaus.

Neben den vielen Vögeln waren Seelöwen wohl die Hauptattraktion. Sie saßen auch auf den Steinen herum und erholten sich von Jagdausflügen. Es gab mehrere Gruppen, vor allem Weibchen.

Nach einer Stunde Fotografieren und Herumtuckern bei den Inseln ging es wieder zurück zum Hafen.