Theaterlicht

Heute geschah es wieder – jener wunderbare Moment, wenn sich eine oft geprobte Szene durch den Einsatz von Licht magisch verwandelt. Schwarzer Hintergrund, selektives Licht, ein bisschen Farbe – die Zutaten sind einfach beschrieben. Aber die Wirkung ist ungeheuer.

Deshalb heute ein Hoch auf das Licht! Und ein Hoch auf die meist unsichtbaren Menschen, die am Licht- und Tonpult ihren Dienst verrichten und Theater überhaupt erst ermöglichen.

Der technische Durchlauf für Bananen, vorne links zog sich heute über den ganzen Tag. Wir haben die Lichtübergänge geprobt, aber auch noch an vielen Szenen gefeilt. Teilweise stimmte es schauspielerisch nicht, teilweise standen die Leute komisch und sprachen nach hinten, es gab noch vieles zu verbessern. Und es schlaucht auch enorm, so lange konzentriert immer wieder das Gleiche zu tun.

Aber heute habe ich mal vor allem auf das Licht geachtet, dessen Einsatz eine Wissenschaft für sich ist. Frontales Licht ist den meisten sicher klar, aber es macht die Gesichter auch flach. Zusätzlich gibt es seitliches Licht, eine Lichtgasse vorn, einen Spot und blaue Scheinwerfer von hinten. Und manchmal kommt noch rötliches Licht zum Einsatz. Und all dies will gekonnt eingesetzt werden, um maximale Wirkung zu entfalten. Am Ende bemerkt man das Licht nicht wirklich, es ist einfach da und betont gerade den Bereich der Bühne, wo was los ist. Man bemerkt es nur dann, wenn es nicht stimmt.