Bethlehem

In Bethlehem wurde Jesus in einem Stall geboren, so kennen wir alle den Beginn des Neuen Testaments. Aber wie schaut es dort wirklich aus? Da wir gerade in der Nähe waren, unternahmen wir eine Tagestour zu dieser bedeutsamen Pilgerstätte.

Erste Station war Jerusalem. Das Mietauto parkten wir wie schon im Jahr zuvor im Parkhaus am Jaffa-Tor. Dann schlenderten wir durch die engen Gassen dieser heiligen Stadt, aßen Spätzle im österreichischen Hospiz und besichtigten den Tempelberg. Oben drauf steht mit dem Felsendom ein ebenso schönes wie heiliges Gebäude. Hier trat Mohammed seine Fahrt in den Himmel an.

Vertraute Schönheit, der Felsendom.

Vom Damaskus-Tor nahmen wir dann den Bus nach Bethlehem. Obwohl der Ort nur wenige Kilometer entfernt ist, dauert es dank dichtem Verkehr und Checkpoint jeweils 45 Minuten. Und dann ist man auch noch auf der falschen Seite vom Hügel und kann entweder ein Taxi nehmen oder die drei Kilometer zu Fuß zurücklegen. Wir entschieden uns fürs Taxi, enge Gassen mit arabischen Händlern hatten wir schon in Jerusalem zur Genüge erlebt.

Der christliche Flügel in der Geburtskirche ist auch der hellste.

Der Stern markiert den Geburstort Jesu.

Und dann standen wir davor. Eine unscheinbare, verwinkelte Kirche mit einem winzigen Eingang lag vor uns, belagert von Busladungen mit Touristen. Auf der anderen Seite des Vorplatzes grüßt eine Moschee, überhaupt sind wir inmitten einer pulsierenden, muslimisch geprägten Stadt. Die christlichen Heiligtümer wirken da so deplatziert, dass man sich echt fragt, warum Jesus gerade hier leben musste. Wenn er in Europa gewirkt hätte, wäre das viel praktischer gewesen, dann gäbe es in Israel nur noch zwei Weltreligionen, die um die heiligen Stätten konkurrieren.