Grüne Klöße

Ein typisches Festtagsgericht aus meiner Heimat sind Grüne Klöße. Für mich ist das ganz eng mit Weihnachten verbunden.

Für die großen Mengen an rohen Kartoffeln hatten meine Großeltern eine spezielle Reibe. Eine halbe Stunde kurbeln, dann lag da ein großer Berg an Kartoffelmasse mit dieser feinen, fadigen Struktur. Nach dem Ausquetschen dieser Masse in einem Handtuch entstanden mit dem Drittel gekochter Kartoffeln, einer fein geschnittenen Zwiebel und etwas Mehl die Klöße. Im großen Salzwassertopf kochten die Meisterwerke vor sich hin, bevor sie dann letztendlich zusammen mit Gänsebraten, Soße und Rotkraut serviert wurden.

Nun habe ich das Familienrezept mal hier in Zürich ausprobiert. Die Zutaten sind an sich recht einfach, im Wesentlichen braucht man Kartoffeln. Aber der erste Versuch scheiterte kläglich, im Salzwasser lösten sich die Klöße auf und wir hatten am Ende eine seltsam aussehende Suppe. Doch heute, beim zweiten Versuch mit festkochenden Kartoffeln, ging alles gut, die Klöße behielten ihre Form und es war ein grandioses Mahl.

Geriebenene und ausgepresste Kartoffeln bilden die Kloßgrundlage.