Wanjere in zwei Wochen

“Onkel Wanja” nimmt Gestalt an – heute haben wir zum ersten Mal Teile des Stückes mit den fast finalen Requisiten und Kostümen geprobt. Morgen folgt dann ein erster Durchlauf, das heißt wir spielen das Stück von Anfang bis Ende. Bislang haben wir immer nur einzelne Szenen geprobt.


Telegin leidet, als es zum Streit zwischen Iwan Petrowitsch (rechts) und dem Professor kommt.

Bedenklich ist, dass wir auch jetzt noch Texthänger haben, zwei Wochen vor der Premiere. Zum Glück gestattet das Stück auch größere Abweichungen, weil nicht einzelne Sätze entscheidend sind sondern Stimmungen und Emotionen. Das ist überhaupt das Spannende und Besondere an dieser Produktion, wir sind nicht so auf den Text und einzelne Wörter und Betonungen fixiert, stattdessen spielen Subtext, Spannung und Reaktionen aufeinander die zentrale Rolle bei den Proben. Das ist für mich der entscheidende Fortschritt im Vergleich zu früheren Produktionen.


Zwischen Astrow und Jelena bahnt sich etwas an.

Ein weiteres Problem, das mir nur zu bekannt ist, betrifft die Streuung der Szenen. Bestimmte kritische Schlüsselszenen haben zwar schon mal sehr gut funktioniert, wir tun uns jedoch schwer mit der Wiederholung. Sicherlich wird es hilfreich sein, das ganze Stück zu spielen, jedoch muss bei jeder Aufführung quasi der erste Versuch sitzen. Da helfen nur Erfahrung und Konzentration.

Aber ich denke, dass wir bis zum 28. April eine sehr gute Inszenierung auf die Beine gestellt haben werden und freue mich schon jetzt auf die Premiere. Wir haben bereits jetzt 20 Anmeldungen, es wird also ganz bestimmt einen gut gefüllten Zuschauerraum geben. Und vielleicht sogar etwas Applaus.