Die Dramateure starten durch

Eine neue Theatersaison beginnt, heute hatten wir unser erstes Treffen für eine potenzielle Produktion 2012. Es ging vor allem ums Wiedersehen und erste Weichenstellungen. Aber grundsätzlich sieht es gut aus. Die meisten Leute sind wieder mit dabei, so schlimm kann es also bei der letzten Produktion nicht zugegangen sein. Und es gibt sogar zwei Regie-Kandidaten und viele potenzielle Mitorganisatoren.

Somit brauchen wir nur noch ein Stück. Und das ist naturgemäß nicht einfach zu finden. Die Hauptfrage dabei ist die nach dem Vorgehen bei der Stückwahl. Entweder ist es ein demokratischer Prozess, die Gruppe liest eine Auswahl von Stücken und stimmt am Ende ab, welches sie spielen möchte. Der Regisseur muss dann halt damit leben und sich für dieses Stück erwärmen. Oder der Regisseur wählt ein geeignetes Stück aus, welches er der Gruppe schmackhaft machen muss.

Beides hat so seine Tücken. Im ersten Fall gewinnen häufig Stücke mit vielen gleichgroßen Rollen, gerade die Neulinge wollen natürlich sicher gehen, dass sie auch eine Rolle abbekommen. Und der Regisseur muss dann dieses Stück inszenieren, auch wenn es ihm nur sehr wenig sagt oder er gar nicht die idealen Schauspieler für die tragenden Rollen sieht. Im zweiten Fall fällt quasi ein Stück vom Himmel, ohne dass die Gruppe die geringste Mitsprachemöglichkeit hatte.

Also haben wir ein neues Verfahren entwickelt, das die Vorteile beider Herangehensweisen vereint. Wir werden es noch patentieren lassen, als dramteure-Stückauswahl-Prozess. Die potenziellen Regisseure schlagen Stücke vor, die sie sich gut vorstellen könnten zu inszenieren. Daraus kann die Gruppe dann auswählen. So wird die Auswahl des Regisseurs gleich mit erledigt.

Es bleibt also spannend, in den nächsten Wochen wird aber vor allem in unserem internen Wiki der Diskussionsprozess laufen. Ich zähle nicht zum Kreis der potenziellen Regisseure, werde aber als Regieassistent erste Erfahrungen sammeln.