Tiefschnee

Der Traum des Skitourengängers – ein unberührter Hang mit flauschigem Neuschnee, durch den man elegant abwedelt, es stiebt meterhoch nach rechts und links. Der Berg ist natürlich selbst erkämpft, mit Fellen hat man ihn kurz vor Mittag erstiegen, mit netten Leuten und einer Thermosflasche voller Tee. Aber was den Traum wirklich ausmacht, ist das unbeschwerte Abfahren durch den Tiefschnee.

bergspitzen im winter

Bergspitzen beim Skigebiet

Meine ersten Versuche sahen da schon etwas anders aus. Ich hatte einen Wochenendkurs gebucht, um mich mal unter fachkundiger Führung mit der Technik im Tiefschnee zu beschäftigen. Im Skigebiet Lauchernalp kam ich dann in den Genuss von zahlreichen Tiefschnee-Abfahrten, immer wieder bestiegen wir die Gondel nach oben, um dann abseits der Piste abzufahren.

alpenglühen

Alpenglühen am Samstag Abend

Da ich erst vor ein paar Jahren mit dem Skifahren begonnen hatte, durfte ich am meisten leiden. Schon meine Grundtechnik auf der Piste – oder die Abwesenheit davon – brachte mir eine Einzellektion ein. Zu allem Überfluss sollten wir im Tiefschnee auch noch ständig springen und uns weit nach vorne beugen, was meinem Sicherheitsinstinkt sehr deutlich widersprach. Es war wie an diesen grauenhaften ersten Tagen auf der Piste. Aber nach und nach gewann ich ein gewisses Maß an Kontrolle und begann auch ein wenig zu springen. Vom Vorbild unseres Bergführers war ich aber noch Meilen entfernt. Mühelos wedelte er durch den Schnee, nutzte die Unebenheiten, flog quasi durch die weiße Pracht. Ich war einfach nur froh, dass ich mir nichts gebrochen hatte nach diesen zwei Tagen. Und mittlerweile fühle ich mich einigermaßen gewappnet für diese neue Art des Wintersports.