Rollenarbeit im Zoo

Mittlerweile ist der erste Aufbaukurs des Zentrums für Entwicklung im Schauspiel abgeschlossen. Aber nach dem Aufbaukurs ist vor dem Aufbaukurs – und so geht es jetzt weiter mit dem zweiten Aufbaukurs mit dem Schwerpunkt Monolog.

Weißkopfsaki


Was geht in diesem Tier vor, was lässt sich für die Rolle nutzen?

Dafür gibt es ein neues Stück von einem französischen Autor mit sehr vielen spannenden Monologen. Die Aufgabe besteht jetzt darin, sich einen Monolog auszusuchen und an dem zu feilen. Eine Inspirationsquelle für die Rollenarbeit können Tiere sein. Nicht, dass man sie dann komplett nachahmt, aber bestimmte Verhaltensweisen bringen Leben in die Rolle und sprengen den Rahmen des Vertrauten.

Weißkopfsakis


Weißkopfsakis sind gesellige Tiere und sorgen gegenseitig für absolut reines Fell.

Und so war ich heute im Zürcher Zoo und habe zwei Stunden lang Affen beobachtet, genauer gesagt Weißkopfsakis. Possierliche Tierchen sind das, hocken minutenlang auf Ästen, fressen was, kratzen sich und springen meterweit zum nächsten Ast. Und ab und zu ist gegenseitiges Entlausen angesagt.

Spannend für die Rolle fand ich das scheue Umherschauen und der Wechsel zwischen geduldigem Verharren auf einem Ast und den plötzlichen Sprüngen. Auch die Verbundenheit mit den Artgenossen, oder der Familie, ist wichtig.