Bewegung im Theater

Theater spielen heißt etwas tun und dabei den gesamten Körper einzusetzen. Eine Theaterprobe muss unbedingt körperliche Aktivitäten enthalten, sonst wird Theater zu einer rein geistigen Übung ohne physische Wahrheit. Ich möchte einige Übungen vorstellen, um Bewegung in die Theaterprobe einzubauen.

Isolationsübung (zu Musik)

Man nutzt den ganzen Körper, konzentriert sich nacheinander auf Fußgelenke, Knie, Hüfte, Oberkörper, Schultern, Kopf, Ellbogen, Handgelenke und schließlich die Fingerspitzen. Danach kann man noch frei kombinieren, richtig Gas geben und schließlich wieder runter kommen.

Laufübungen

Laufen ist etwas extrem Elementares. Eine Übung besteht darin, dass alle durch den Raum laufen und der Leiter die Stimmung vorgibt. Bei Bedarf kann man noch gelegentlich einfrieren und einige Leute zum Anschauen befreien. Bei einer anderen Variante der Laufübung gibt der Leiter das Tempo in Abstufungen von 1 bis 10 vor.

Folgen

Alle laufen herum und folgen einer Person, machen also genau das Gleiche. Die Leitperson kann das Tempo verändern, Sprünge einbauen, was immer ihr einfällt.

Au ja!

Alle sind auf der Bühne. Einer schlägt laut etwas vor, zum Beispiel auf den Boden legen oder an eine Wand gehen. Dann rufen alle “Au ja!” und führen die Handlung aus.

Gruppen-Einfrieren

Die Gruppe bewegt sich im Raum. Einer friert ein, alle anderen folgen so schnell wie möglich. Jemand anders fängt wieder an mit bewegen. Wieder folgen alle anderen. Es funktioniert tatsächlich und gibt ein unheimliches Gruppengefühl.