Zivilschutzanlage

Es ist eine weitere Schweizer Besonderheit, die überall vorhandenen Zivilschutzanlagen. Im Notfall muss ausreichend unterirdischer Platz für die gesamte Bevölkerung vorhanden sein. Jeder Hausbauer ist verpflichtet, einen entsprechend ausgerüsteten Kellerraum bereitzustellen oder muss Geld an die Gemeinde zahlen, damit diese dann die Bunkerplätze bereit stellt. Auch in meinem Haus sind alle Vorkehrungen getroffen, der Hauptkellerraum hat neben der normalen Tür noch eine mit 20 cm Beton verstärkte Metalltür, das Fenster kann man auch mit einer sehr stabil aussehenden Klappe verschließen. Ich bin also für den nächsten Atomschlag gerüstet.

Die Städte müssen für den Ernstfall natürlich auch unterirdische Schulen und Krankenhäuser bereit halten. In einem solchen unterirdischen Spital war ich mit einigen Mitschauspielern vom akitiv bei den Theatertagen Aarau untergebracht.

Zivilschutzanlage Aarau

In der Nähe einer Schule ging es eine befahrbare Rampe hinab in die Tiefe. Dort unten konnten dann die Verwundeten abgeladen werden und in den Operationssaal gefahren werden. Aber so richtig einsatzbereit sah das alles noch nicht aus, wir machten uns munter im Raum für frisch Operierte breit, wo wir eine Nacht verbringen sollten. Die völlige Abwesenheit von Tageslicht wirkte bedrückend, aber wir hatten in der Nacht trotzdem unseren Spaß mit Twister.

Twister
Twister

Schwierig war nur das Aufstehen am Morgen, kein Tageslicht oder Vogelstimmen, welche einen sanft wecken würden, es fühlt sich an wie allertiefste Nacht, wenn plötzlich die Handyalarme losgehen. Zum Glück hatten wir unseren Auftritt erst kurz vor zwölf, bis dahin waren wir alle einigermaßen munter und haben eine gute Vorstellung hingelegt.