Theaterloch

Was jetzt? Das Theater ist vorbei, damit ein Projekt, für das ich mich während der letzten acht Monate verantwortlich gefühlt habe. Und jetzt ist da plötzlich nichts mehr. Eine Freundin, sie ist Soziologin, nannte es sehr treffend die Postvakuumphase. Ein bisschen Nachbereitung war noch, Scheinwerfer zurück bringen, das Nachtreffen in die Wege leiten und eine DVD als ewige Erinnerung erstellen. Aber abgesehen davon falle ich auf mich selbst zurück. Und nachdem ich so viele andere Dinge vernachlässigt habe, mich durch zwei Erkältungen durchschleppte, meine Hobbypianistenkarriere durch Passivität zu Grabe trug und meine ferne Heimat mit Verwandten und Freunden sträflich vernachlässigte, halte ich inne, unschlüssig, ob ich verschnaufen oder gleich wieder losspurten sollte.

Laurant

Ein skeptischer Bühnenblick von Laurant

Aber es ist auch schön, wieder mal etwas Zeit zu haben, Freunde zu sehen, wandern und klettern zu gehen und Fußball zu schauen (vor allem, wenn Holland spielt). Ich muss mich langsam wieder daran gewöhnen, ja zu sagen zu allen Termin- und Projektvorschlägen, die da hineinflattern.