Dresden

Ich fahre wieder in die Stadt, die einst meine Heimat war. Diesmal spontan und heimlich, mitten in der Nacht legen wir die weite Strecke zurück. Ein Kollege von mir fährt hin und ich möchte auch mal wieder unterwegs sein. Ich habe keine Nerven, vier Tage an einem Ort zu hocken, noch dazu bei schlechtem Wetter. Dann lieber in Dresden bei schlechtem Wetter hocken und die alten Freundschaften pflegen. Hauptsache unterwegs und in Bewegung bleiben. Leute treffen, Zeit zum Lesen haben, ausschlafen, die Rückreise dann am Montag. Wird Stress, sieben Stunden im kleinen Auto. Mein Kollege hat mich gewarnt, entweder ich brächte eigene CDs oder es gäbe ausschließlich Country und Hip Hop zu hören. Ich habe keine eigenen CDs dabei. Hauptsache wach bleiben beim Fahren. Munter die Autobahnen entlang sausen. Irgendwohin, weg von mir, wie ich bin.